Fabio Panetta, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte am Donnerstag während der europäischen Handelszeiten, dass die globale Energiekrise die Finanzstabilität beeinträchtigen könnte. Panetta warnte, dass die krisenbedingte Veränderung der Risikowahrnehmung globaler Investoren die Staatsanleihen hoch verschuldeter Länder belasten könne.
Zusätzliche Anmerkungen
Marktreaktion
Die Kommentare von EZB-Mitglied Panetta scheinen keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Euro (EUR) zu haben. Zum Zeitpunkt der Erstellung handelt EUR/USD aufgrund der Risikoaversion 0,5% niedriger bei etwa 1,1530.
EZB FAQs
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank für die Eurozone. Die EZB legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik für die Region.
Das Hauptmandat der EZB besteht darin, die Preisstabilität aufrechtzuerhalten, was bedeutet, die Inflation bei etwa 2% zu halten. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieses Ziels ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze führen in der Regel zu einem stärkeren Euro und umgekehrt.
Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen bei Sitzungen, die achtmal im Jahr stattfinden. Die Entscheidungen werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern getroffen, darunter die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde.
In Extremsituationen kann die Europäische Zentralbank ein politisches Instrument namens quantitative Lockerung einsetzen. QE ist der Prozess, bei dem die EZB Euros druckt und diese zum Kauf von Vermögenswerten – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten verwendet. QE führt in der Regel zu einem schwächeren Euro.
QE ist ein letztes Mittel, wenn eine einfache Senkung der Zinssätze das Ziel der Preisstabilität wahrscheinlich nicht erreichen wird. Die EZB nutzte es während der großen Finanzkrise 2009-11, im Jahr 2015, als die Inflation hartnäckig niedrig blieb, sowie während der Covid-Pandemie.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE. Sie wird nach QE durchgeführt, wenn eine wirtschaftliche Erholung im Gange ist und die Inflation zu steigen beginnt. Während bei QE die Europäische Zentralbank (EZB) Staats- und Unternehmensanleihen von Finanzinstituten kauft, um ihnen Liquidität zu verschaffen, stoppt die EZB bei QT den Kauf weiterer Anleihen und reinvestiert nicht mehr die fällig werdenden Kapitalbeträge der bereits gehaltenen Anleihen. Dies ist in der Regel positiv (oder bullisch) für den Euro.
Quelle: https://www.fxstreet.com/news/ecbs-panetta-tensions-in-energy-markets-are-a-cause-for-concern-for-financial-stability-202604020856







