Moog geht in den Ergebnisbericht für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Freitag auf der Grundlage eines der stärksten Quartale seiner Geschichte. Die Frage ist nun, ob das Unternehmen diesen Schwung beibehalten kann – oder zumindest annähernd.
Moog Inc., MOG-A
Die Wall Street erwartet einen Q2-EPS von 2,36 US-Dollar bei einem Umsatz von 1,03 Milliarden US-Dollar. Das würde ein Wachstum von 35 % bzw. 10 % im Jahresvergleich bedeuten. Dies ist jedoch ein Rückgang gegenüber Q1, als Moog 2,63 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 1,10 Milliarden US-Dollar verzeichnete und die Schätzungen um 22 % bzw. 12 % übertraf.
Der sequenzielle Rückgang war erwartet worden. Wichtiger ist, ob das Management die Margen halten und die Anleger über den Auftragsbestand informieren kann.
Dieser Auftragsbestand ist ein wesentlicher Teil der Geschichte. Die Q1-Buchungen lagen bei 2,3 Milliarden US-Dollar und trieben den 12-Monats-Auftragsbestand um 30 % auf einen Rekordwert von 3,3 Milliarden US-Dollar. Diese Art von Transparenz ist selten und gibt dem Unternehmen eine Stütze, wenn die Quartalszahlen nachlassen.
Nach diesem Rekordquartal hob Moog seinen Jahresumsatzausblick 2026 auf 4,3 Milliarden US-Dollar an und erhöhte die bereinigte EPS-Guidance von 10,00 auf 10,20 US-Dollar. Die bereinigte operative Marge-Guidance blieb bei 13,4 %.
Einer der bemerkenswertesten Momente in Mooggs jüngster Geschichte ereignete sich am 02.04., als die Artemis-II-Mission erfolgreich startete. Moog lieferte Schubvektorsteuerungssysteme, Startabbruchsystem-Aktuatoren und Fluidsteuerungstechnologien für die Mission.
Anleger werden aufmerksam verfolgen, ob diese hochkarätige Rolle in zusätzliche NASA-Verträge oder kommerzielle Raumfahrtprojekte umgewandelt wird.
Das Unternehmen schloss außerdem die Akquisition von COTSWORKS für 63 Millionen US-Dollar ab, einem Hersteller robuster faseroptischer Transceiver für Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungsprogramme. Der Deal erweitert Mooggs Fähigkeiten bei der digitalen Hochbandbreiten-Datenverarbeitung für kompakte Verteidigungsplattformen, und Analysten werden wissen wollen, wie die Integration voranschreitet.
Mooggs Präsenz in den Luft- und Raumfahrtmärkten war ein wesentlicher Teil seiner Geschichte. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Space and Defense 1,113 Milliarden US-Dollar, Military Aircraft 888 Millionen US-Dollar und Commercial Aircraft 904 Millionen US-Dollar. Alle drei wuchsen — Commercial Aircraft führte mit 15 %, die anderen beiden jeweils mit 9 %.
Diese Art von konstantem, segmentübergreifendem Wachstum trieb die Aktie im vergangenen Jahr um 84 % nach oben und ist der Grund, warum sie jetzt nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 354,20 US-Dollar gehandelt wird. Der aktuelle Kurs liegt bei 297,45 US-Dollar.
Das Forward-KGV von 29,69x und das prognostizierte EPS-Wachstum von 41 % zeigen, dass die Erwartungen hoch sind. Drei von vier Analysten bewerten die Aktie als Kauf, mit einem Konsensus-Kursziel von 324,50 US-Dollar — was ein Aufwärtspotenzial von rund 9 % gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert.
Die EPS-Schätzungen blieben in der vergangenen Woche und den letzten 60 Tagen stabil, was auf eine beständige Überzeugung der Analysten vor der Veröffentlichung hindeutet.
Die Bruttogewinnmarge liegt bei 27,3 %, und die Fähigkeit des Unternehmens, diese bei steigender Produktion zu halten, wird am Freitag ein wichtiger Datenpunkt sein.
Moog veröffentlicht die Q2-Ergebnisse des Geschäftsjahres 2026 am Freitag, wobei Analysten Margentrends, Auftragsbestand-Updates und etwaige Guidance-Revisionen als Hauptfokus beobachten.
Der Beitrag Moog (MOG.A) Stock Q2 Earnings Preview: What to Expect Friday erschien zuerst auf CoinCentral.


