Frankreich hat sich zu einem Brennpunkt in einer wachsenden Welle von Entführungen entwickelt, die zunehmend mit Krypto-Assets in Verbindung gebracht werden. Behörden zufolge gab es allein in diesem Jahr 41 Fälle, was eine deutliche Eskalation eines breiteren internationalen Trends widerspiegelt, der häufig als „Wrench Attacks" bezeichnet wird.
Der Zusammenhang zwischen den Angriffen und dem Krypto-Engagement wurde auch öffentlich vom Telegram-Gründer Pavel Durov thematisiert. Durov hat auf angebliche Verbindungen hingewiesen, bei denen französische Steuerbeamte Daten von Krypto-Besitzern an Kriminelle verkauft haben sollen, sowie auf Berichte über massive Lecks in Steuerdatenbanken.
In seinen Kommentaren, die er am Freitag auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) veröffentlichte, argumentierte er, dass eine Ausweitung des Datenflusses unweigerlich mehr Möglichkeiten für Diebstahl und Missbrauch schafft.
„Mehr Daten bedeuten mehr Lecks, mehr Opfer", sagte er und kritisierte die Bemühungen des französischen Staates, die Identitätsinformationen und Zugang zu privaten Nachrichten auf Digitale Mediaplattformen erfordern würden.
Berichten zufolge erschien das Entführungsmuster in Frankreich nicht auf einmal. Stattdessen begannen die Krypto-bezogenen Vorfälle Ende 2024 als vereinzelte Fälle.
Im Jahr 2025 blieb das Ausmaß im Vergleich zu dem, was folgte, begrenzt, mit rund 30 gemeldeten Fällen landesweit. Das änderte sich 2026, als das Tempo merklich zunahm. Behörden berichten, dass Angriffe nun alle paar Tage stattfinden, was einen Wandel von isolierten Vorfällen zu einer systematischeren Bedrohung signalisiert.
Daten des Innenministeriums zeigen, dass diese Krypto-bezogenen Entführungen nun mehr als die Hälfte aller organisierten Entführungen ausmachen, die von Sirasco, der nationalen Geheimdiensteinheit für organisierte Kriminalität, erfasst werden.
Als Reaktion darauf strebt die Regierung einen aggressiveren Ansatz an. Bei der Paris Blockchain Week skizzierten Beamte Pläne für ein umfassenderes Vorgehen und stellten eine neue Präventionsplattform vor, die die Krypto-Community unterstützen soll.
Die Plattform soll Bedrohungswarnungen und praktische Sicherheitshinweise bereitstellen und gleichzeitig direkte Kommunikationswege mit den Strafverfolgungsbehörden bieten. Beamte erklärten, dass weitere Maßnahmen derzeit in Entwicklung sind.
Diese Schritte umfassen die Einrichtung einer speziellen Polizeieinheit, die sich gezielt auf Krypto-bezogene Kriminalität konzentriert, die Verbesserung der Geschwindigkeit und Koordination mit internationalen Behörden sowie die verstärkte Nutzung von Blockchain-Analysen zur Verfolgung von Lösegeldzahlungen.
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