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Bitcoin-Bodensignal weiterhin absent: On-Chain-Analyst warnt vor weiterem Kursrückgang
Bitcoin hat laut On-Chain-Analyst Axel Adler Jr. noch keine Anzeichen eines Bodens gezeigt. Er argumentiert, dass historische Bärischer-Markt-Muster darauf hinweisen, dass ein erheblicher Kursrückgang noch erforderlich ist, bevor eine Erholung beginnen kann. In einem ausführlichen Beitrag auf X widersprach Adler dem wachsenden Konsens unter einflussreichen Persönlichkeiten, die behaupten, Bitcoin habe bereits einen Boden gebildet. Seine Analyse, basierend auf Daten aus den vergangenen vier Marktzyklen, legt nahe, dass dem aktuellen Zyklus ein entscheidendes Signal fehlt, das jeder vorherigen Erholung vorausging.
Axel Adler Jr., ein bekannter On-Chain-Analyst, untersuchte das Preisverhalten von Bitcoin über vier vollständige Marktzyklen. Er stellte fest, dass jeder Bärische Markt mit einem starken, signifikanten Kursrückgang endete, bevor ein nachhaltiger Aufwärtstrend begann. Dieses Muster, so argumentiert er, ist im aktuellen Zyklus noch nicht aufgetreten. Adlers Modell stützt sich auf On-Chain Daten wie Realized Cap, MVRV-Ratio und Spent Output Profit Ratio (SOPR), die das Anlegerverhalten und die Marktstimmung verfolgen.
Laut Adler deutet das Fehlen dieses Signals darauf hin, dass sich der Markt möglicherweise noch in einer Zyklusmittenkorrektur befindet und nicht in einer finalen Kapitulationsphase. Er betonte, dass die Daten die Schlussfolgerung eines Bodens nicht stützen, auch wenn viele Händler und Analysten einen solchen ausrufen. Diese Sichtweise steht im Gegensatz zum jüngsten Optimismus, der durch Bitcoins Konsolidieren oberhalb von 30.000 $ und das bevorstehende Bitcoin-Halving angetrieben wird.
Bitcoins historische Bärische Märkte folgen einer konsistenten Struktur. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 erlebte jeder Zyklus einen anhaltenden Markt-Rückgang, gefolgt von einem plötzlichen, intensiven Ausverkauf, der schwache Hände herausspülte. Dieses Kapitulationsereignis treibt die Preise typischerweise auf neue Tiefststände, woraufhin die Akkumulation beginnt. Adlers Analyse zeigt, dass Bitcoin im aktuellen Zyklus mehrere kleinere Kursrückgänge erlebt hat, aber keinen einzigen entscheidenden Crash.
Der aktuelle Markt-Rückgang von 65 % ist geringer als bei früheren Bärischen Märkten, was auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet. Adler stellt fest, dass On-Chain Daten wie Realized Cap und MVRV-Ratio nicht auf Niveaus liegen, die historisch mit Bärischer-Markt-Böden in Verbindung gebracht werden. So ist beispielsweise die MVRV-Ratio, die den Marktwert mit dem realisierten Wert vergleicht, nicht unter 1,0 gefallen – ein Schwellenwert, der bei früheren Böden zu beobachten war.
Axel Adler Jr. ist eine angesehene Persönlichkeit in der Krypto-Analyse-Community. Er hat zu Plattformen wie CryptoQuant beigetragen und hat eine Erfolgsbilanz bei der präzisen Zyklusanalyse. Seine Methodik umfasst den Vergleich aktueller On-Chain Daten mit historischen Mustern und liefert eine datengestützte Perspektive auf Marktzyklen.
Adlers Beitrag auf X löste eine Debatte unter Analysten aus. Einige argumentieren, dass der aktuelle Zyklus aufgrund der institutionellen Akzeptanz und der regulatorischen Klarheit anders ist. Andere verweisen auf das bevorstehende Bitcoin-Halving, das historisch gesehen Kursanstiegen vorausgeht. Adler besteht jedoch darauf, dass die On-Chain Daten noch keinen Boden bestätigen.
Er erklärte: „Während viele einflussreiche Persönlichkeiten behaupten, Bitcoin habe bereits einen Boden gebildet, deutet ein Modell, das auf den vergangenen vier Zyklen basiert, auf das Gegenteil hin. Bärische Märkte haben sich immer nach einem erheblichen Markt-Rückgang beendet – einer Phase, die der Markt meiner Meinung nach noch nicht erreicht hat."
Das breitere makroökonomische Umfeld erhöht die Komplexität der Bitcoin-Aussichten. Zinserhöhungen, Inflationssorgen und regulatorische Entwicklungen in den USA und Europa beeinflussen weiterhin die Anlegerstimmung. Bitcoins Korrelation mit traditionellen Märkten, insbesondere Technologieaktien, bleibt hoch, was bedeutet, dass externe Faktoren den von Adler prognostizierten erheblichen Markt-Rückgang auslösen könnten.
Institutionelle Anleger haben gemischte Signale gezeigt. Während Spot-Bitcoin-ETFs erhebliche Zuflüsse verzeichnet haben, bleiben die Handelsvolumina unter den Höchstständen von 2021. Die Einzelhandelsbeteiligung ist zurückgegangen, und das Stablecoin-Angebot an Börsen deutet auf begrenzten Kaufdruck hin. Diese Faktoren stimmen mit Adlers Ansicht überein, dass der Markt noch keinen Boden erreicht hat.
Wenn Adlers Analyse korrekt ist, könnte Bitcoin in den kommenden Monaten einem erheblichen Markt-Rückgang ausgesetzt sein. Historische Muster deuten auf einen Rückgang auf Niveaus zwischen 10.000 $ und 15.000 $ hin, was einem Markt-Rückgang von 70–80 % gegenüber dem Allzeittief entspricht. Ein solcher Schritt würde weit verbreitete Panikverkäufe auslösen und gehebelte Positionen zur Liquidation zwingen.
Einige Analysten argumentieren jedoch, dass der aktuelle Zyklus strukturell anders ist. Die Präsenz institutioneller Anleger, eine verbesserte Marktinfrastruktur und eine wachsende Akzeptanz könnten die Schwere des Markt-Rückgangs abmildern. Darüber hinaus reduziert das Bitcoin-Halving-Ereignis, das für April 2024 erwartet wird, historisch gesehen das Angebot und stützt die Preise.
Adlers Modell berücksichtigt diese Faktoren nicht, was zu Kritik geführt hat. Dennoch verleihen seine Erfolgsbilanz und die Konsistenz historischer Muster seiner Warnung Gewicht.
Bitcoin hat laut On-Chain-Analyst Axel Adler Jr. noch keine Anzeichen eines Bodens gezeigt. Er warnt, dass auf der Grundlage historischer Zyklusmuster noch ein erheblicher Markt-Rückgang erforderlich ist. Während viele Marktteilnehmer optimistisch sind, legen die Daten Vorsicht nahe. Anleger sollten On-Chain Daten wie MVRV-Ratio und Realized Cap auf Anzeichen einer Kapitulation überwachen. Das Bitcoin-Bodensignal bleibt absent, und der Markt könnte weiteres Abwärtspotenzial haben, bevor eine echte Erholung beginnt.
F1: Was ist das Bitcoin-Bodensignal, auf das Axel Adler Jr. verweist?
A1: Das Signal ist ein erheblicher Kursrückgang, der historisch gesehen jedem Bitcoin-Bärischer-Markt-Boden vorausging. Adlers Analyse zeigt, dass dieser Markt-Rückgang im aktuellen Zyklus noch nicht eingetreten ist.
F2: Wie hilft die On-Chain-Analyse dabei, Bitcoin-Böden vorherzusagen?
A2: On-Chain Daten wie MVRV-Ratio, Realized Cap und SOPR verfolgen das Anlegerverhalten und die Marktstimmung. Historische Muster zeigen, dass diese Metriken bei Marktböden bestimmte Niveaus erreichen.
F3: Was ist die MVRV-Ratio und warum ist sie wichtig?
A3: Die MVRV-Ratio vergleicht Bitcoins Marktwert mit seinem realisierten Wert. Eine Ratio unter 1,0 hat historisch gesehen einen Bärischer-Markt-Boden angezeigt. Derzeit liegt die Ratio über 1,0.
F4: Könnte das Bitcoin-Halving einen erheblichen Markt-Rückgang verhindern?
A4: Das Bitcoin-Halving reduziert historisch gesehen das Angebot und stützt die Preise, garantiert aber keinen Boden. Frühere Bitcoin-Halvings fanden nach erheblichen Markt-Rückgängen statt, nicht davor.
F5: Was sollten Anleger auf der Grundlage dieser Analyse tun?
A5: Anleger sollten Vorsicht walten lassen und On-Chain Daten auf Anzeichen einer Kapitulation überwachen. Durchschittskosteneffekt und Risikomanagement werden bei unsicheren Marktbedingungen empfohlen.
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