TRON erfasste im März 35 % des Krypto-Kartenzahlungsvolumens, als die Gesamtausgaben 606 Millionen US-Dollar erreichten. Laut PaymentScan-Daten belaufen sich die Krypto-Kartenausgaben damit auf rund 600 Millionen US-Dollar pro Monat – ein Anstieg von 500 % seit September 2024 – und machen Kartenprogramme zu einem der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche auf öffentlichen Blockchains.
Visa ist die Infrastruktur dahinter. Das Unternehmen verarbeitete im März rund 90 % der Krypto-Kartentransaktionen und baute seine Führungsposition durch Partnerschaften mit kryptonnativen Infrastrukturanbietern statt mit traditionellen Sponsor-Banken aus. Sein Bridge-Stablecoin-Kartenprogramm wird bis 2026 in neue Regionen ausgeweitet.
Die Aufschlüsselung nach Chains: TRON 35 %, BNB Chain 15 %, der Rest verteilt auf kleinere Netzwerke.
TRONs Anteil spiegelt wider, wo die Stablecoin-Liquidität bereits vorhanden ist. Die Chain verarbeitete im ersten Quartal 2026 laut Messaris TRON-Q1-2026-Bericht rund 2 Billionen US-Dollar an USDT-Transfers, wobei USDT 98,6 % aller Stablecoins im Netzwerk ausmachte.
Die Drei-Sekunden-Blockzeiten der Chain und das ressourcenbasierte Gebührenmodell machen Stablecoin-Transfers günstig und schnell genug für den Point-of-Sale-Einsatz.
„Stablecoins sind bereits zur Basisinfrastruktur für globale Wertbewegungen geworden", sagte TRON-Gründer Justin Sun in einem Interview im April.
Die Kartendaten sind der erste monatliche Nachweis, dass die Infrastruktur nun den Alltag der Verbraucher erreicht – und nicht nur die On-Chain Daten-Abrechnung.
Wie Cryptopolitan im Februar berichtete, integrierte die Fintech-Plattform Kolo TRON, um mehr als 250 Millionen US-Dollar an Transaktionsvolumen zu verarbeiten, wobei rund 30 % direkt über TRC-20-USDT-Rails abgewickelt wurden. Diese einzelne Integration ist die Kleinstversion dessen, was die März-Zahlen nun auf Netzwerkebene zeigen.
Südostasien machte in diesem Zeitraum rund 60 % des globalen Stablecoin-Zahlungsvolumens aus, wobei die lokale Kartenausgabe zwischen 2024 und 2025 um das 83-Fache wuchs. Die Karten dienen als primärer Finanzzugang für Nutzer in Gebieten mit schwacher oder teurer Bankinfrastruktur.
Dieser Umstand erklärt, warum der Cashback-Wettbewerb unter aufstrebenden Emittenten zunimmt.
Jupiter Globals Solana-basierte Visa-Karte bietet je nach Stufe 4 % bis 10 % Cashback und verzeichnete im April ein monatliches Wachstum von 660 %.
KAST, Tria und die Solana-basierte Pengu Card haben das Feld über etablierte Emittenten hinaus erweitert, wobei Pengu USDC- und USDT-Ausgaben bei schätzungsweise 150 Millionen Händlern weltweit ermöglicht. USDC gewinnt auch beim Kartenvolumen gegenüber USDT an Boden, auch wenn USDT das rohe On-Chain-Stablecoin-Angebot weiterhin dominiert.
Krypto-Karten befinden sich an einer strukturellen Schnittstelle. Stablecoins übernehmen die Wertspeicherung und den Chain-übergreifenden Transfer. Visa übernimmt die Point-of-Sale-Konnektivität. Die Brücke zwischen beiden hat Börsenauszahlungen, Banküberweisungen und Abrechnungsverzögerungen in einen einzigen Tipp komprimiert.
Branchenkommentator Marty Party prognostizierte, dass Visa-ausgestellte Stablecoin-Karten auf Apple Pay und Android Tap 10 Millionen Nutzer onboarden werden, bevor Händler die native Stablecoin-Abrechnung einführen.
Stablecoins konkurrieren nicht mehr nur um On-Chain-Liquidität. Sie konkurrieren um Verbraucher-Wallets.
Die klügsten Krypto-Köpfe lesen bereits unseren Newsletter. Wollen Sie dabei sein? Schließen Sie sich ihnen an.
