Großbritannien führt CARF-Regeln ein, die Börsen verpflichten, Krypto-Transaktionen und Steueransässigkeit der Nutzer bis Mai 2027 an HMRC zu melden.
Das Vereinigte Königreich begann zusammen mit mehr als 40 Ländern am 01.01. mit der Durchsetzung neuer Krypto-Steuermeldevorschriften im Rahmen des Cryptoasset Reporting Framework (CARF) der OECD. Große Börsen müssen nun Wallet-Aktivitäten, frühere Transaktionshistorien und Steuerinformationen von britischen Nutzern erfassen. Sie müssen alle erfassten Daten direkt an HM Revenue & Customs (HMRC) übermitteln.
Alle im Vereinigten Königreich ansässigen Krypto-Dienstleister, einschließlich Börsen und Custodial-Wallet-Plattformen, müssen die Compliance-Regeln erfüllen. Reporting Crypto-Asset Service Providers (RCASPs) werden ab dem 01.01.2026 detaillierte Nutzerinformationen erstellen.
Erforderliche Daten sind insbesondere vollständiger Name, Adresse, Geburtsdatum, Steueransässigkeit und Sozialversicherungsnummer der Nutzer. Anbieter müssen auch Transaktionsart, Anzahl der Vermögenswerte, Datum, Wert und Zweck dokumentieren, wie z.B. Verkauf, Tausch, Staking oder Mining.
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Berichte über alle Aktivitäten des Jahres 2026 müssen bis zum 31.05.2027 bei HMRC eingereicht werden; Ab 2027 wird HMRC diese Informationen mit anderen CARF-Teilnehmerländern austauschen. Dieser Schritt soll grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindern.
Derzeit haben 40 Länder, einschließlich des Vereinigten Königreichs, die CARF-Regeln umgesetzt, und 75 Länder haben sich zur Teilnahme verpflichtet. Die Vereinigten Staaten werden CARF 2028 übernehmen und 2029 mit dem Datenaustausch beginnen.
Das Vereinigte Königreich beherbergt schätzungsweise 6-7 Millionen Krypto-Nutzer, was etwa 10-12% der erwachsenen Bevölkerung entspricht. Das Eigentum ist mit enormer Geschwindigkeit gewachsen, angetrieben durch Bitcoin, Ethereum, Stablecoins und dezentralisierte Finanzplattformen.
Für viele Privatnutzer ist dies das erste Mal, dass Krypto-Aktivitäten auf dem gleichen Niveau wie Bankkonten überwacht werden, was zu mehr Transparenz und Regulierung führt.
Diese Regeln führen keine neuen Steuern ein. Krypto-Gewinne werden weiterhin mit der aktuellen Kapitalertragssteuer von 10-20% oder Einkommenssteuer von bis zu 24% besteuert, abhängig vom Einkommensniveau und der Kategorie des Steuerpflichtigen.
Es wird jedoch eine stärkere Prüfung geben, da HMRC direkten Zugang zu Transaktionsdaten haben wird. Die Behörden werden Börsenberichte mit Selbstveranlagungssteuererklärungen abgleichen, um nicht deklarierte Gewinne oder Diskrepanzen zu finden.
Nutzer, die keine genauen Informationen angeben oder Gewinne durch Unterberichterstattung erzielen, können mit einer Geldstrafe von bis zu 300 GBP sowie Nachsteuern und Zinsen belegt werden. Das System spiegelt frühere internationale Bankvorschriften wider, die seit 2014 dazu beigetragen haben, Milliarden von Pfund an unbezahlten Steuern zurückzufordern. Die Finanzbehörden betonen, dass die rechtzeitige Einhaltung der Compliance-Regeln Steuerzahler schützt und Prüfungsrisiken minimiert.
Die Vorschriften verlangen auch, dass Börsen über eine robuste Infrastruktur zur Aufbewahrung von Aufzeichnungen und Erstellung von Berichten verfügen. RCASPs müssen die sichere Speicherung sensibler Daten und die einfache Übermittlung an HMRC gewährleisten.
Darüber hinaus wird der grenzüberschreitende Datenaustausch eine Koordination mit den Steuerbehörden ausländischer Staaten erfordern, um weltweit einen einheitlichen Compliance-Standard zu bilden. Experten sagen, dass diese Schritte die Krypto-Märkte professionalisieren und sicherstellen werden, dass Nutzer ihren bestehenden Steuerpflichten nachkommen.
Insgesamt stellt die Einführung von CARF das Vereinigte Königreich an die Spitze der weltweiten Krypto-Steuertransparenz. Durch die Durchsetzung von Meldestandards hoffen die Behörden, die Einhaltung des Steuersystems zu stärken, Steuerhinterziehung zu verhindern und Kryptowährung in das formelle Finanzsystem zu integrieren.
Der Beitrag UK Enforces New Crypto Tax Reporting Rules Under OECD CARF erschien zuerst auf Live Bitcoin News.


