Gold hat die kritische Marke von 5.000 US-Dollar pro Unze durchbrochen und markiert damit einen historischen Meilenstein für das Edelmetall, da institutionelle Prognosen zunehmend bullisch werden und makroökonomische Unsicherheit die Nachfrage nach sicheren Häfen antreibt.
Der Ausbruch über die bisherigen Rekordhochs signalisiert eine strukturelle Neubewertung von Gold und nicht einen spekulativen Anstieg, wobei Analysten auf die Akkumulation durch Zentralbanken, langfristige Inflationsabsicherung und schwindendes Vertrauen in Fiat-Währungen als Haupttreiber der Rallye verweisen.
Goldman Sachs erhöht Goldziel für 2026 auf 5.400 US-Dollar
Goldman Sachs hat die bullische Perspektive verstärkt, indem es seine Preisvorhersage für Gold im Jahr 2026 auf 5.400 US-Dollar pro Unze angehoben hat, unter Berufung auf anhaltende Nachfrage sowohl von privaten Investoren als auch von Zentralbanken. Die Investmentbank betonte, dass es unwahrscheinlich ist, dass kürzliche Käufer ihre Positionen schnell verlassen, was mittelfristig einen höheren Preisboden für Gold schafft.
Laut dem Rohstoff-Research-Team von Goldman bleiben Käufe durch Zentralbanken, insbesondere aus Schwellenländern, eine starke strukturelle Kraft, während globale Investoren Gold zunehmend als strategische Absicherung gegen geopolitische Risiken, fiskalische Ungleichgewichte und langfristige Währungsabwertung betrachten. Die Bank stellte auch fest, dass erwartete Zinssenkungen in den kommenden Jahren Gold weiter unterstützen könnten, indem sie die Realrenditen senken.
David Roche: Gold könnte bei Zentralbankverschiebung 6.000 US-Dollar erreichen
Der erfahrene Stratege David Roche, Präsident von Quantum Strategy, hat eine der durchsetzungsstärkeren institutionellen Prognosen abgegeben und deutet an, dass die Goldpreise auf 6.000 US-Dollar pro Unze steigen könnten, wenn Zentralbanken weiterhin Reserven von traditionellen Währungen weg und in Goldbarren umschichten.
Roche argumentiert, dass zunehmende geopolitische Fragmentierung und schwindendes Vertrauen in die globale Währungskoordination politische Entscheidungsträger zu greifbaren Reservevermögen drängen. Er hat die wachsende Präferenz für Gold als neutralen Wertspeicher in einer multipolaren Welt hervorgehoben, insbesondere bei Ländern, die ihre Exposition gegenüber dem US-Dollar reduzieren möchten. In diesem Rahmen ist Gold nicht nur eine Absicherung, sondern ein strategisches monetäres Vermögen, das eine Re-Monetisierung durchläuft.
Wall Street: Institutionelle Unterstützung für höhere Goldpreise
An der Wall Street bleibt die Stimmung fest konstruktiv. Mehrere große Finanzinstitute prognostizieren nun Goldpreise deutlich über historischen Normen für die nächsten zwei Jahre, was eine Verschiebung in langfristigen Annahmen und nicht kurzfristige Volatilität widerspiegelt.
UBS stimmt eng mit Goldman Sachs überein und prognostiziert Goldpreise um 5.400 US-Dollar pro Unze, während Yardeni Research ein bullisches Szenario dargelegt hat, das 6.000 US-Dollar anvisiert, inmitten anhaltender Haushaltsdefizite und steigender Staatsschuldenniveaus. Jefferies hat einen der optimistischsten Mainstream-Ausblicke veröffentlicht und deutet an, dass Gold 6.600 US-Dollar pro Unze erreichen könnte, wenn Inflationsrisiken und geopolitische Instabilität erhöht bleiben.
Zusammengenommen deuten diese Prognosen auf einen wachsenden Konsens hin, dass die Rolle von Gold in globalen Portfolios expandiert, angetrieben sowohl von defensiver Positionierung als auch von langfristiger strategischer Allokation.
Robert Kiyosakis langfristiger Bull Case
Außerhalb der traditionellen Wall-Street-Analyse fördert Investor und Autor Robert Kiyosaki weiterhin eine aggressiv bullische Haltung zu Gold. In jüngsten Beiträgen auf X hat Kiyosaki seine Überzeugung bekräftigt, dass Fiat-Währungen in eine Phase beschleunigter Abwertung eintreten, was Investoren veranlasst, Zuflucht in Sachwerten zu suchen.
Kiyosaki hat öffentlich ein langfristiges Goldziel von bis zu 27.000 US-Dollar pro Unze angegeben und das Metall als Versicherung gegen systemische Finanzrisiken und nicht als konventionellen Handel dargestellt. Während seine Prognosen weit über institutionelle Schätzungen hinausgehen, spiegeln sie eine breitere Einzelhandels- und Alternative-Investment-Stimmung wider, die den mehrjährigen Aufwärtstrend von Gold unterstützt.
Quelle: https://coinpaper.com/14007/gold-prediction-xau-breaks-5-000-as-major-banks-signals-higher-prices-ahead

