Ein US-Bundesrichter hat einen chinesischen Staatsbürger zu fast vier Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mehr als 36,9 Mio. USD aus einem Krypto-Betrug gewaschen hat.
Dieses Urteil ist ein wichtiger Schritt, weil US-Behörden ihre Bemühungen verstärken, Krypto-Betrugsnetzwerke zu zerschlagen.
Laut einer Mitteilung der US-Staatsanwaltschaft für den Central District of California war Jingliang Su, ein 45-jähriger chinesischer Staatsbürger, Teil eines internationalen kriminellen Netzwerks. Diese Gruppe hat 174 Menschen in den USA mit einem betrügerischen Krypto-Investmentplan getäuscht.
Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Gruppe habe die Opfer ohne Vorwarnung über soziale Netzwerke, Telefonanrufe, Textnachrichten und Online-Dating-Plattformen kontaktiert. Sie haben erst Vertrauen aufgebaut und dann ihre betrügerischen Investmentmöglichkeiten vorgestellt.
Die Mitverschwörer nutzten gefälschte Webseiten, die echten Krypto-Börsen sehr ähnlich sahen. Damit konnten sie die Opfer überzeugen, Geld zu überweisen. Die Betrüger stahlen das Geld, während sie die Opfer glauben ließen, ihr Investment sei im Wert gestiegen.
Die Betrüger nutzten ein ausgeklügeltes Geldwäsche-System. Die Behörden schätzen, dass mehr als 36,9 Mio. USD aus den Konten von Opfern in den USA auf ein einziges Konto bei der Deltec Bank auf den Bahamas überwiesen wurden.
Das Geld wurde dann in Tether (USDT) umgewandelt und in digitale Wallets nach Kambodscha geschickt. Von dort verteilten Mitverschwörer die Gelder weiter an Betrugsaktionen in der Region.
Die Behörden erklärten, dass Su seit Dezember 2024 in Untersuchungshaft sitzt. Im Juni 2025 hat er sich schuldig bekannt, an einer illegalen Geldtransfer-Firma mitgewirkt zu haben.
Am Dienstag hat US-Richter R. Gary Klausner Su zu 46 Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem muss Su über 26 Mio. USD Entschädigung zahlen.
Darüber hinaus haben acht Mitverschwörer im Fall ein Geständnis abgelegt. Jose Somarriba und ShengSheng He haben jeweils Haftstrafen von 36 und 51 Monaten erhalten.
Die Methode ähnelt dem Muster von sogenannten „Pig-Butchering“-Betrugsmaschen. Dabei bauen die Täter erst ein Vertrauensverhältnis auf und nutzen es dann für finanziellen Betrug aus. Solche Betrugsmaschen nehmen deutlich zu.
Im Oktober haben US-Staatsanwälte gegen den kambodschanischen Staatsbürger Chen Zhi Anklage erhoben. Ihm wird vorgeworfen, er habe „Pig-Butchering“-Krypto-Betrügereien mit Zwangsarbeit betrieben, die angeblich Milliarden von Opfern weltweit gestohlen haben.
Laut einem aktuellen Bericht erklärte Chainalysis, dass hochverzinste Investmentprogramme (HYIP) und Pig-Butchering-Betrug im Jahr 2025 die wichtigsten Betrugsarten nach Volumen gewesen sind. Die Analysefirma schätzt, dass Betrug und Abzocke im Krypto-Bereich mehr als 17 Mrd. USD Verluste verursacht haben.
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