Donald Trump steht kurz davor, Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Zentralbank zu nominieren.
Damit würde Jay Powell im Mai an der Spitze der Federal Reserve abgelöst. Die mögliche Ernennung sorgte sofort für Bewegung an den Finanzmärkten: Der Dollar legte zu, Gold gab nach und auch der Bitcoin (BTC)-Kurs verlor deutlich.
Kevin Warsh ist in Washington und an der Wall Street kein Unbekannter. Zwischen 2006 und 2011 war er Gouverneur bei der Federal Reserve und gilt als klassischer, relativ orthodoxer Zentralbanker.
Während seiner Zeit bei der Fed war Warsh bekannt für seine kritische Haltung gegenüber einer lockeren Geldpolitik und sprach sich wiederholt für den Abbau der aufgeblähten Bilanz der Zentralbank aus.
Trump deutete am Donnerstagabend an, dass er „am Freitagmorgen“ seine Entscheidung bekannt geben werde. An den Märkten geht man mittlerweile fast einhellig davon aus, dass Warsh die Wahl sein wird.
Auf der Prognoseplattform Polymarket schnellte seine Wahrscheinlichkeit für die Ernennung auf rund 93 Prozent hoch.
Polymarket setzt auf Kevin Warsh als neuen Fed-Vorsitzenden. Quelle: PolymarketDie erwartete Ernennung wurde von Anlegern als Signal für eine orthodoxere Geldpolitik gewertet.
Der Dollar gewann an Boden, während Gold um über 2 Prozent fiel. Auch Bitcoin geriet unter Druck und fiel in Richtung 81.000 US-Dollar.
Dieses Muster passt zu der Einschätzung, dass Warsh weniger bereit wäre, die Zinsen aggressiv zu senken – ein Punkt, auf den Trump eigentlich stark drängt.
Höhere oder länger anhaltende Zinsen sind in der Regel positiv für den Dollar, aber weniger günstig für risikobehaftete Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen.
Obwohl Warsh kein ausgesprochener „Bitcoin-Evangelist“ ist, hat er sich in der Vergangenheit differenzierter über digitale Assets geäußert als viele andere Zentralbanker.
Er sieht Bitcoin nicht primär als Währung, sondern als alternative Anlageklasse, die teilweise aus Misstrauen gegenüber Geldpolitik und Zentralbanken entsteht.
In früheren Interviews erklärte Warsh, dass Bitcoin vor allem in einem Umfeld attraktiv werde, in dem Zentralbanken bei Geldschöpfung und Bilanzausweitung zu weit gehen.
Mit anderen Worten: Bitcoin ist für ihn weniger eine Technologiegeschichte als vielmehr ein Symptom monetären Misstrauens.
Das bedeutet jedoch nicht, dass er Bitcoin aktiv fördern will. Im Gegenteil: Warsh befürwortet strenge Aufsicht und klare Regeln. Er sieht Krypto nicht als Bedrohung für das Finanzsystem – solange es nicht mit dem Kern des Bankwesens verflochten ist.
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