Bitcoin (BTC) fällt plötzlich deutlich. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Kurs über 6 Prozent im Minus. Und das nicht wegen eines Hacks oder eines neuen Verbots, sondern wegen Entwicklungen außerhalb der Kryptowelt.
Anleger reagieren geschockt, verkaufen und verschieben ihr Kapital in rasanter Geschwindigkeit in Richtung Gold. Doch warum gerade jetzt – und was sagt das über die Verletzlichkeit von Bitcoin aus, wenn geopolitische Spannungen zunehmen?
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Kurz zusammengefasst:
Die Schockwellen am Markt waren deutlich zu spüren. Bitcoin verlor innerhalb kürzester Zeit über 5.000 US-Dollar – von 89.000 auf 83.400 Dollar.
Danach folgte eine leichte Erholung auf etwa 84.200 Dollar, doch inzwischen ist der Kurs wieder unter 83.000 Dollar gefallen. Die Stimmung ist angespannt – Krypto-Trader sollten vorsichtig agieren.
Gold hingegen entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung: Zunächst kam es zu einem schnellen Rückgang um 7 Prozent, gefolgt von einer ebenso schnellen Erholung.
Analysten sprechen hier von einer V-förmigen Bewegung – einem scharfen Dip, der sofort wieder aufgekauft wird. Aktuell liegt der Goldpreis bei rund 5.400 Dollar, etwa 1 Prozent höher als zuvor.
Während Bitcoin schwächelt, hat Gold im letzten Monat neue Rekorde aufgestellt.
Bitcoin-Kurs der letzten 24 Stunden. Quelle: Coingecko
Auch der US-Dollar hat an Wert verloren und ist im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gefallen. Ein schwächerer Dollar wirkt sich stützend auf den Goldpreis aus – denn Gold wird weltweit in US-Dollar gehandelt.
Fällt der Dollar, wird Gold für Käufer mit Euro oder anderen Währungen günstiger, was die Nachfrage und somit den Preis steigen lässt.
Auch für Bitcoin spielt der Dollar eine wichtige Rolle, da der BTC-Kurs in der Regel in Dollar angegeben wird.
Zwar kann ein schwacher Dollar Bitcoin gelegentlich beflügeln, doch bei zunehmender Unsicherheit schichten Anleger um – sie ziehen sich aus risikoreichen Anlagen wie Bitcoin zurück.
Der unmittelbare Auslöser für den Rückgang der Kryptokurse ist geopolitischer Natur: Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran sorgen für Sorgen vor einer Eskalation.
Schon im Juni 2025 verloren Anleger Millionen, nachdem die USA militärisch gegen den Iran vorgingen.
Hinzu kommt innenpolitische Unsicherheit in den USA – insbesondere Diskussionen über eine mögliche Shutdown-Situation, also die vorübergehende Stilllegung von Teilen der US-Regierung bei fehlendem Haushaltsbeschluss.
Diese Unsicherheit lässt Anleger vorsichtiger agieren und Risiko vermeiden – das belastet auch Bitcoin.
Gold zieht derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur Privatanleger steigen ein – auch Zentralbanken stocken ihre Reserven auf. Der Goldpreis ist allein in diesem Monat um über 25 Prozent gestiegen.
Ganz anders sieht es bei Bitcoin aus: Anleger ziehen Kapital aus Spot-Bitcoin-ETFs ab – börsengehandelten Fonds, die den Bitcoinpreis direkt abbilden. Seit Oktober ist das verwaltete Vermögen in diesen Fonds um über 30 Prozent gesunken.
Weniger Kapitalzufluss bedeutet weniger Kaufdruck – und das macht Bitcoin anfälliger für politische und wirtschaftliche Schocks.
Het bericht Bitcoin stürzt ab, Gold steigt: Was ist los am Markt? verscheen eerst op Crypto Insiders.


