Die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks ist diese Woche deutlich gesunken. Mit einem Rückgang von zwölf Prozent handelt es sich um den größten Einbruch seit dem chinesischen Mining-Verbot vor einigen Jahren.
Ein so starker Rückgang wird oft als Zeichen einer Miner-Kapitulation gesehen. Das bedeutet, dass Miner ihre Maschinen abschalten, weil das Mining vorübergehend zu teuer oder nicht profitabel ist.
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Laut Daten von CryptoQuant ist die gesamte Rechenleistung seit November stark zurückgegangen. Die Hauptursache liegt bei extremem Winterwetter in den Vereinigten Staaten, wo viele große Miner aktiv sind.
Durch Stromausfälle und Einschränkungen im Stromnetz mussten Miner ihre Geräte vorübergehend abschalten. Dadurch sank die Hashrate auf etwa 970 Exahashes pro Sekunde, das niedrigste Niveau seit Monaten. Die Folgen für die Einnahmen waren direkt sichtbar. Der tägliche Ertrag aus Bitcoin-Mining sank in kurzer Zeit von etwa 45 Millionen Dollar auf 28 Millionen Dollar.
Auch die Produktion ging stark zurück. Große börsennotierte Miner sahen ihren gemeinsamen Ertrag von 77 Bitcoin pro Tag auf nur 28 Bitcoin sinken.
Der finanzielle Druck nimmt dadurch schnell zu. Die Rentabilität der Miner steht auf dem niedrigsten Punkt seit Ende 2024, trotz Anpassungen, die das Mining technisch etwas einfacher machen.
Gleichzeitig bekam der Kryptomarkt diese Woche einen heftigen Schlag. Bitcoin, Ethereum und XRP fielen alle stark, wobei Bitcoin über elf Prozent verlor.
Durch diese Korrekturen verschwanden in kurzer Zeit mehr als 2 Milliarden Dollar an eingelegten Positionen. Besonders Händler, die auf steigende Kurse gesetzt hatten, wurden getroffen.
Daten von Coinglass zeigen, dass vor allem Long-Positionen massenhaft liquidiert wurden. Bei Ethereum fielen die größten Liquidationen an. Auch Bitcoin- und Ethereum-Börsenfonds sahen viel Geld abfließen. Anleger zogen zusammen Milliarden zurück, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübte.
Dies ist eine schwierige Kombination für Miner. Neben der Tatsache, dass das Mining sogar immer schwieriger wird, verdienen sie jetzt auch weniger mit den niedrigeren Preisen. Dies alles, während die Kosten für das Mining gleich hoch bleiben.
Die aktuelle Situation setzt Miner deutlich unter Druck. Durch extremes Wetter, niedrigere Kurse und hohe Fixkosten wird es für viele Parteien immer schwieriger, profitabel zu bleiben. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass solche Phasen oft vorübergehend sind. Gerade wenn schwächere Miner aussteigen, kann das langfristig für ein stärkeres und stabileres Bitcoin-Netzwerk sorgen.
Het bericht Bitcoin-Miner unter Druck durch hohe Kosten und sinkende Erträge verscheen eerst op Crypto Insiders.


