ING Deutschland hat offiziell den direkten Zugang zu börsengehandelten Kryptowährungsprodukten (ETPs) und börsengehandelten Schuldverschreibungen (ETNs) für seine 3,2 Millionen Brokerage-Kunden eingeführt und markiert damit einen bedeutenden Schritt bei der Integration digitaler Vermögenswerte in Deutschlands traditionelles Bankensystem.
Über ihre bestehenden Direct Depot Wertpapierkonten können Privatkunden nun regulierte Produkte kaufen und verkaufen, die Bitcoin, Ethereum und Solana abbilden, ohne private Schlüssel oder externe Wallets verwalten zu müssen. Das Angebot platziert Krypto-Exposure neben Aktien, ETFs und Anleihen innerhalb der Standard-Brokerage-Infrastruktur von ING.
Das anfängliche Angebot umfasst ETPs und ETNs, die mit Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) verbunden sind. Einige Emittenten im Programm bieten auch Exposure zu XRP, Cardano und diversifizierten Krypto-Index-Produkten.
Zur Unterstützung des Launches hat ING mit mehreren etablierten Vermögensverwaltern zusammengearbeitet, darunter Bitwise, VanEck, 21Shares, WisdomTree und iShares. Diese Produkte sind vollständig reguliert und werden über das bestehende Brokerage-Framework von ING gehandelt, was den Ansatz der Bank verstärkt, Krypto-Exposure innerhalb vertrauter Investitionskanäle anzubieten.
ING hat eine wettbewerbsfähige Gebührenstruktur eingeführt, um die Akzeptanz zu fördern. Trades in Bitwise ETPs werden ohne Transaktionsgebühren für Aufträge über 1.000 € ausgeführt, während kleinere Transaktionen eine Provision von 3,90 € nach sich ziehen.
Darüber hinaus können Investoren automatische Sparpläne für geeignete Kryptoprodukte erstellen. Diese Pläne ermöglichen es Kunden, regelmäßig über die Zeit zu investieren, oft ohne Ausführungsgebühren, und positionieren Krypto-Exposure als Teil des langfristigen Portfolio-Aufbaus statt als kurzfristiger Handel.
Ein zentrales Merkmal der Einführung ist die steuerliche Behandlung nach deutschem Recht. Diese bankgebundenen Krypto-ETPs erhalten die gleichen günstigen Bedingungen wie direkter Kryptowährungsbesitz:
Diese Bestimmung verbessert das Risiko-Ertrags-Profil für langfristige Investoren erheblich und unterscheidet Deutschland von vielen anderen Rechtsordnungen, in denen kryptobezogene Wertpapiere steuerlich weniger günstig behandelt werden.
Der Launch folgt auf die vollständige Umsetzung des EU-Rahmens für Märkte für Krypto-Assets (MiCA), der regulatorische Klarheit für Banken geschaffen hat, um digitale Vermögenswerte in Privatkundenangebote zu integrieren.
Da ING Millionen von Brokerage-Kunden bedient, könnte selbst eine bescheidene Akzeptanz erhebliche Marktauswirkungen haben. Analysten schätzen, dass, wenn nur 5 % der Einlagenbasis von ING zu diesen Produkten wechseln, fast 7 Milliarden € in kryptobezogene Instrumente fließen könnten.
Der Beitrag ING Deutschland öffnet Krypto-ETP-Zugang für 3,2 Millionen Privatanleger erschien zuerst auf ETHNews.


