Das Weiße Haus hat für Dienstag, den 10.02.2026, ein hochrangiges Treffen auf Mitarbeiterebene angesetzt, das darauf abzielt, eine regulatorische Pattsituation zwischen großen US-Banken zu lösenDas Weiße Haus hat für Dienstag, den 10.02.2026, ein hochrangiges Treffen auf Mitarbeiterebene angesetzt, das darauf abzielt, eine regulatorische Pattsituation zwischen großen US-Banken zu lösen

Weißes Haus versammelt Banken und Krypto-Branche wegen Stablecoin-Rendite-Streit

2026/02/08 14:21
3 Min. Lesezeit

Das Weiße Haus hat für Dienstag, den 10. Februar 2026, ein hochrangiges Treffen auf Mitarbeiterebene angesetzt, das darauf abzielt, eine regulatorische Pattsituation zwischen großen US-Banken und der Kryptowährungsbranche über Stablecoin-Rendite- und Belohnungsmechanismen zu lösen.

Die Gespräche sollen die Verhandlungen um den CLARITY Act freigeben, ein Gesetz zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte, das im Bankenausschuss des Senats ins Stocken geriet, nachdem Unternehmen wie Coinbase ihre Unterstützung zurückzogen. Der Rückzug erfolgte nach der Aufnahme von Bestimmungen, die Stablecoin-„Belohnungen" oder zinsähnliche Zahlungen an Nutzer verbieten würden.

Wechsel von Handelsverbänden zu direkten institutionellen Gesprächen

Im Gegensatz zu einem früheren Gipfeltreffen im Weißen Haus am 02.02. wird das Treffen am 10.02. die direkte Beteiligung einzelner Finanzinstitute beinhalten, anstatt sich hauptsächlich auf Handelsverbände zu verlassen.

Erwartete Teilnehmer

Große US-Banken

  • JPMorgan
  • Bank of America
  • Wells Fargo
  • Citigroup
  • PNC
  • U.S. Bank

Bankenhandelsverbände

  • American Bankers Association
  • Bank Policy Institute
  • Independent Community Bankers of America

Vertreter der Kryptoindustrie

  • Blockchain Association
  • Digital Chamber
  • Crypto Council for Innovation

Die Diskussionen werden von Patrick Witt, Exekutivdirektor des Präsidialrats für Berater zu digitalen Vermögenswerten, moderiert.

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Der zentrale Streitpunkt: Stablecoin-Rendite und „Belohnungen"

Im Zentrum der Pattsituation steht die Frage, ob Nicht-Banken wie Kryptobörsen und digitale Vermögensplattformen berechtigt sein sollten, Renditen oder Bonusbelohnungen an Stablecoin-Inhaber weiterzugeben.

Sicht des Bankensektors

Banken argumentieren, dass renditebringende Stablecoins als „Schatteneinlagen" funktionieren. Sie warnen, dass es bis 2028 zu Einlagenabflüssen von bis zu 500 Milliarden US-Dollar aus traditionellen Banken kommen könnte, wenn Kryptofirmen zinsähnliche Renditen ohne bankübliche Regulierung anbieten dürfen, was das US-Finanzsystem möglicherweise destabilisieren könnte.

Aus dieser Perspektive wird das Verbot von Belohnungen als Maßnahme zur Finanzstabilität und nicht als Anti-Krypto-Haltung dargestellt.

Sicht der Kryptoindustrie

Führende Vertreter der Kryptoindustrie entgegnen, dass Belohnungen ein Standardmerkmal der digitalen Finanzwelt und integraler Bestandteil der Nutzerakzeptanz sind. Sie argumentieren, dass ein Verbot von Belohnungen wettbewerbswidrig wäre, US-Innovationen unterdrücken und Banken effektiv ein Monopol auf auf Dollar lautende Renditeprodukte gewähren würde, obwohl Stablecoins auf unterschiedlichen technologischen Schienen operieren.

Zeitdruck und legislative Bedeutung

Das Weiße Haus hat eine feste Frist von Ende Februar 2026 für beide Seiten festgelegt, um kompromissfähige Gesetzesformulierungen vorzulegen.

Eine Lösung wird weithin als Dreh- und Angelpunkt für die Förderung des CLARITY Act angesehen, der den ersten umfassenden Bundesrahmen für die Marktstruktur digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten schaffen soll. Ohne Einigung über die Behandlung von Stablecoin-Renditen wird erwartet, dass das Gesetz weiterhin blockiert bleibt.

Der Beitrag Weißes Haus beruft Banken und Kryptoindustrie wegen Streit um Stablecoin-Rendite ein erschien zuerst auf ETHNews.

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