TLDR:
- Truflation zeigt eine US-Inflation von nahezu 0,68%, während die Federal Reserve eine restriktive Politik beibehält
- Kreditkarten-Zahlungsrückstände und Autokreditausfälle steigen und signalisieren wirtschaftliche Belastungen im späten Zyklus
- Der Arbeitsmarkt schwächt sich schneller ab, als die Fed anerkennt, mit steigenden Entlassungen und Einstellungsverzögerungen in allen Sektoren
- Die Verzögerung der Geldpolitik bedeutet, dass wirtschaftliche Schäden eintreten können, bevor die Fed auf bestätigte Schwäche in den Daten reagiert
Ist die Fed bereits zu spät für Zinssenkungen? Diese Frage dominiert die Marktdiskussionen, da Wirtschaftsindikatoren zunehmend von der offiziellen Kommunikation der Zentralbank abweichen.
Echtzeit-Inflationsdaten zeigen eine rasche Abkühlung, während Kreditstress und Arbeitsschwäche sich über alle Sektoren beschleunigen. Die Federal Reserve hält die Zinsen auf restriktivem Niveau, trotz zunehmender Beweise für eine wirtschaftliche Verlangsamung.
Das Timing der Politik ist kritisch geworden, während Analysten debattieren, ob präventive Senkungen oder reaktive Maßnahmen den nächsten Zyklus prägen werden.
Politikverzögerung schafft Timing-Dilemma für Zinsanpassungen
Die Geldpolitik arbeitet mit erheblichen Verzögerungen zwischen Maßnahme und wirtschaftlicher Auswirkung. Zinsänderungen benötigen Monate, um Geschäftsinvestitionen und Konsumausgabenmuster vollständig zu beeinflussen.
Bis offizielle Statistiken Schwäche bestätigen, können sich die zugrunde liegenden Bedingungen erheblich verschlechtert haben. Dieser Verzögerungseffekt wirft Bedenken über die aktuelle Positionierung der Fed auf.
Echtzeit-Inflationsverfolgung deutet darauf hin, dass sich der Preisdruck dramatisch von früheren Höchstständen abgekühlt hat. Laut Bull Theory "zeigt Truflation eine US-Inflation von nahezu 0,68%", während die Fed ihre vorsichtige Haltung zur Preisstabilität beibehält.
Diese Messung widerspricht den Aussagen der Zentralbank, die hartnäckige Inflation und anhaltende Bedenken betonen. Die Kluft zwischen alternativen Metriken und politischer Rhetorik wird weiter größer.
Bull Theory hob diese Diskrepanz in einem aktuellen Marktkommentar hervor und bemerkte, dass "die Fed wiederholt, dass der Arbeitsmarkt immer noch stark ist", trotz widersprüchlicher Signale.
Die Analyse betonte, dass Entlassungen, Kreditausfälle und Insolvenzen gleichzeitig steigen. Diese Entwicklungen treten typischerweise auf, wenn restriktive Politik beginnt, schwächere Wirtschaftsteilnehmer zu schädigen.
Dennoch charakterisieren offizielle Kommunikationen die Wirtschaft weiterhin als grundsätzlich widerstandsfähig.
Kreditmärkte senden Warnsignale im späten Zyklus über Verbraucher- und Unternehmenssegmente. Kreditkarten-Zahlungsrückstände haben zusammen mit Autokreditausfallraten zugenommen.
Unternehmensinsolvenzanträge beschleunigen sich, da höhere Kreditkosten überschuldete Bilanzen belasten. Kleine Unternehmen sind besonders anfällig, wenn Kapitalkosten über längere Zeiträume erhöht bleiben.
Wirtschaftliche Verschlechterung überholt Fed-Erkennungszeitplan
Arbeitsmarktbedingungen zeigen progressive Abschwächung trotz der Behauptungen der Zentralbank über anhaltende Stärke. Einstellungsverlangsamungen und vermehrte Entlassungsankündigungen zeichnen ein anderes Bild als offizielle Aussagen suggerieren.
Lohntrenddaten deuten auf eine nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften in allen Branchen hin. Die Beschäftigungssituation verschlechtert sich schneller, als die politische Rhetorik anerkennt.
Die Risikogleichung hat sich von Inflationssorgen hin zu Deflationsbedrohungen verschoben. Bull Theory warnte, dass "Inflation die Ausgaben verlangsamt, aber Deflation die Ausgaben stoppt," und hob die Gefahr einer verzögerten politischen Reaktion hervor.
Wenn Verbraucher fallende Preise erwarten, verschieben sich Kaufentscheidungen eher zur Verzögerung als zur sofortigen Handlung. Unternehmen reagieren, indem sie die Produktion reduzieren und Personalkosten senken.
Kreditstress dient als Frühindikator für eine zu straffe Politik im Verhältnis zur wirtschaftlichen Kapazität. Steigende Zahlungsrückstände über alle Kreditkategorien hinweg zeigen, dass Haushalte und Unternehmen unter den aktuellen Zinsniveaus kämpfen.
Diese Belastungen breiten sich typischerweise von schwächeren Teilnehmern auf breitere Segmente aus, wenn die Bedingungen restriktiv bleiben. Der Schaden verstärkt sich, da finanzielle Belastungen sich in reduzierten Ausgaben und Investitionen zurückmelden.
Der Analyst stellte eine kritische Frage: "Wenn die Inflation sich bereits abkühlt, wenn der Arbeitsmarkt sich bereits abschwächt, wenn der Kreditstress bereits steigt, dann kann das Halten restriktiver Zinsen zu lange die Verlangsamung verstärken, anstatt sie zu stabilisieren."
Die Märkte haben begonnen, Erwartungen für eine politische Umkehr einzupreisen, die durch Wachstumsängste und nicht durch Inflationskontrolle getrieben wird. Die nächste Phase könnte davon abhängen, ob Zinssenkungen früh genug eintreffen, um die Bedingungen zu stabilisieren, oder lediglich auf eine bestätigte Rezession reagieren.
Der Beitrag Is the Fed Already Too Late for Rate Cuts? Warning Signs Suggest Policy Overtightening erschien zuerst auf Blockonomi.
Quelle: https://blockonomi.com/is-the-fed-already-too-late-for-rate-cuts-warning-signs-suggest-policy-overtightening/



