Die Bedenken, dass Quantencomputing die kryptografische Sicherheit von Bitcoin untergräbt, haben sich verstärkt, aber ein neuer Bericht von CoinShares argumentiert, dass das Problem übertrieben und missverstanden wird. Das Unternehmen bezeichnet das Quantenrisiko als langfristige technische Herausforderung und nicht als unmittelbare systemische Bedrohung für das Netzwerk oder die Marktstabilität von Bitcoin.
CoinShares erklärt, dass die Sicherheit von Bitcoin auf elliptischen Kurvensignaturen für die Transaktionsautorisierung und kryptografischem Hashing für den Adressschutz und die Mining-Integrität beruht. Während Quantenalgorithmen diese Mechanismen theoretisch schwächen könnten, betont der Bericht, dass die aktuelle Technologie dramatisch hinter dem zurückbleibt, was für praktische Angriffe erforderlich wäre.
Laut CoinShares ist die echte Quantenexposition weitgehend auf Legacy-Pay-to-Public-Key (P2PK)-Adressen beschränkt, bei denen öffentliche Schlüssel dauerhaft on-chain sichtbar sind. Diese Adressen halten zusammen etwa 1,6 Millionen Bitcoin, was ungefähr 8% des Gesamtangebots entspricht, aber nur ein kleiner Bruchteil stellt ein realistisches Marktrisiko dar.
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Der Bericht schätzt, dass nur 10.200 Bitcoin in Legacy-Outputs liegen, die groß genug sind, um bei plötzlicher Kompromittierung eine „spürbare Marktstörung" zu verursachen. Der Rest ist auf Zehntausende kleinerer Outputs verteilt, deren Ausnutzung selbst unter optimistischen Quantenannahmen außerordentlich lange Zeiträume erfordern würde.
CoinShares stellt auch Behauptungen in Frage, dass bis zu 25% der Bitcoin anfällig seien, und argumentiert, dass solche Zahlen oft vorübergehende und leicht zu mindernde Risiken wie die Wiederverwendung von Adressen einschließen. Das Brechen der Kernkryptografie von Bitcoin innerhalb bedeutsamer Zeiträume würde Quantencomputer erfordern, die Zehntausende Male leistungsfähiger sind als die derzeit existierenden.
Das Unternehmen warnt vor aggressiven Reaktionen wie dem Verbrennen von Coins oder überstürzten Protokolländerungen und warnt, dass solche Maßnahmen Eigentumsrechte, Dezentralisierung und Vertrauen untergraben könnten. Stattdessen hält CoinShares fest, dass Bitcoin ausreichend Zeit und klare Upgrade-Wege hat, um sich schrittweise anzupassen, falls die Quantenfähigkeiten Fortschritte machen.
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Der Beitrag Quantenpanik über Bitcoin? CoinShares sagt, das Risiko ist real – aber weit von einer Krise entfernt erschien zuerst auf Crypto News Australia.

