Der Beitrag Gemini verlässt UK, EU und Australien, um sich auf die USA und Singapur zu konzentrieren erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News
Die Krypto-Börse Gemini hat beschlossen, sich aus dem Vereinigten Königreich, der Europäischen Union und Australien zurückzuziehen und stattdessen den Fokus auf die Vereinigten Staaten und Singapur zu legen. Der Schritt folgt auf eine interne Strategieüberprüfung, in der das Unternehmen erklärte, dass der Betrieb in mehreren ausländischen Märkten zu einer Überdehnung geführt habe, was die Komplexität erhöhte und die Compliance-Kosten in die Höhe trieb.
Obwohl Gemini keine bestimmte Rechtsordnung hervorhob, hat der Rückzug die Debatte darüber neu entfacht, ob das sich entwickelnde Krypto-Rahmenwerk des Vereinigten Königreichs selbst gut regulierte Unternehmen abschreckt.
Die Entscheidung erfolgt trotz der erklärten Ambitionen des Vereinigten Königreichs, ein globaler Krypto-Hub zu werden – ein Ziel, das erstmals vom ehemaligen Schatzkanzler Rishi Sunak im Jahr 2022 formuliert wurde. Seitdem verlief der Fortschritt bei einem umfassenden Krypto-Regelwerk allmählich, sodass Unternehmen unter vorläufigen Anforderungen operieren, anstatt unter einem finalisierten Regime.
Branchenexperten sagen, dass Geminis Abgang besonders bedeutsam ist, weil die Börse zu den ersten gehörte, die 2020 eine Registrierung bei der Financial Conduct Authority erhielten. Für politische Entscheidungsträger wirft ihr Ausstieg unbequeme Fragen darauf auf, ob der regulatorische Ansatz des Vereinigten Königreichs wettbewerbsfähig genug ist, um große Akteure anzuziehen und zu halten.
Susie Violet Ward, CEO von Bitcoin Policy UK, argumentiert, dass langsame Regelsetzung, überlappende Regulierungssysteme und hohe Compliance-Kosten im Verhältnis zur Marktgröße wesentliche Abschreckungsfaktoren sind. Sie merkt an, dass Krypto-Unternehmen derzeit mit einem fragmentierten System konfrontiert sind, das Anti-Geldwäsche-Registrierung, strenge Regeln für Finanzwerbung und vorläufige Leitlinien umfasst, während das vollständige Regulierungssystem noch Jahre entfernt bleibt. Laut Ward macht es dieser Mangel an Klarheit für Unternehmen schwierig, langfristige Investitionen zu rechtfertigen.
Zusätzliche Bedenken ergeben sich aus ungeklärten regulatorischen Details. Laura Navaratnam, Leiterin der britischen Politik beim Crypto Council for Innovation, hob die Unsicherheit darüber hervor, wie die bevorstehenden Stablecoin-Regeln der FCA mit dem systemischen Überwachungsrahmen der Bank of England interagieren werden. Sie warnte, dass widersprüchliche Anforderungen eine „Klippe" für Unternehmen schaffen könnten, die zwischen Regimen wechseln, was möglicherweise weitere Ausstiege veranlasst.
Unterdessen wies CoinJar-CEO Asher Tan darauf hin, dass der Übergang des Vereinigten Königreichs von einem begrenzten AML-Registrierungsmodell zur vollständigen Autorisierung nach dem Financial Services and Markets Act die operativen Anforderungen erheblich erhöht und Unternehmen zwingt, neu zu bewerten, ob die Bedienung britischer Kunden weiterhin tragfähig bleibt.
Geminis Rückzug spiegelt einen breiteren Trend von Krypto-Unternehmen wider, die ihren geografischen Fokus angesichts steigender Regulierungskosten eingrenzen. Während die FCA ein neues Aufsichtsregime konsultiert, das 2027 in Kraft treten soll, sagen Branchenführer, dass der Zeitplan und die Unsicherheit weiterhin auf die Stimmung drücken könnten.
Für den Krypto-Sektor unterstreicht Geminis Ausstieg eine wachsende Kluft zwischen Rechtsordnungen, die klare, umsetzbare Rahmenwerke anbieten, und solchen, die sich noch im Übergang befinden.
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Gemini sagt, dass der Betrieb in mehreren Regionen die Komplexität und Compliance-Kosten erhöht hat, was zu einer strategischen Verlagerung auf die USA und Singapur führte.
Obwohl Gemini das Vereinigte Königreich nicht direkt beschuldigt, hebt der Ausstieg Bedenken hinsichtlich langsamer Regelsetzung, regulatorischer Überlappung und Unsicherheit im britischen Krypto-Rahmenwerk hervor.
Branchenführer warnen, dass unklare Zeitpläne und steigende Compliance-Anforderungen mehr Kryptowährungsunternehmen dazu veranlassen könnten, ihre Tätigkeit im Vereinigten Königreich zu überdenken.


