Der Kryptomarkt steht unter Spannung. Alles dreht sich um eine zentrale US-Inflationskennzahl: den CPI. Dieser Indikator zeigt, ob das Leben in den Vereinigten Staaten teurer wird. Und genau das bestimmt, wie viel Spielraum die US-Notenbank, die Fed, für Zinssenkungen hat.
Krypto reagiert häufig stark auf Zinserwartungen. Wenn der Markt davon ausgeht, dass die Zinsen sinken können, sind Anleger meist eher bereit, Risiko einzugehen.
Davon profitiert Bitcoin (BTC) häufig. Erweist sich die Inflation hingegen als hartnäckig hoch, rückt eine Zinssenkung in weite Ferne – und der Markt kann abrupt drehen.
Kryptomarkt rüstet sich für wichtige US-Konjunkturdaten am Freitag
Kurz zusammengefasst
Die US-Wirtschaft schuf im Januar rund 130.000 neue Arbeitsplätze. Die Botschaft für den Markt ist klar: Die Wirtschaft läuft weiterhin robust, sodass die Fed es nicht eilig hat, die Zinsen zu senken.
Solange die Konjunktur stark bleibt, dürfte das Zinsniveau hoch bleiben. Und hohe Zinsen bedeuten oft Gegenwind für Bitcoin, da Anleger eher auf sicherere Alternativen mit Verzinsung setzen – etwa Staatsanleihen oder verzinste Einlagen mit Bonus.
Der CPI gilt als potenzieller „Volatilitätsknopf“. Es handelt sich zwar nicht um eine magische Zahl, doch sie steuert die Erwartungen hinsichtlich günstigerem Geld (niedrigere Zinsen) oder länger anhaltend teurem Geld (hohe Zinsen).
Fällt die Zahl höher aus als erwartet, rechnen Anleger eher mit länger hohen Zinsen. Fällt sie niedriger aus, steigt die Hoffnung auf Zinssenkungen.
Zusätzlich achten Investoren auf die sogenannte Kerninflation („Core CPI“). Diese blendet die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel aus und liefert dadurch ein klareres Bild der zugrunde liegenden Preisentwicklung.
Die Fed misst diesem Wert besondere Bedeutung bei, da er weniger Verzerrungen enthält und somit ein stabileres Signal sendet. Steigt die Kerninflation, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen länger hoch bleiben. Sinkt sie hingegen, entsteht schneller Spielraum für Zinssenkungen.
Für Freitag sind zwei Szenarien denkbar:
CPI niedriger als erwartet: Die Wahrscheinlichkeit für frühere oder stärkere Zinssenkungen steigt. Das ist häufig positiv für den Kryptomarkt, da niedrigere Zinsen Kapital günstiger machen und Anleger eher zu risikoreicheren Investments greifen.
CPI höher als erwartet: Die Aussicht auf länger hohe Zinsen nimmt zu. Das wirkt sich in der Regel negativ auf den Markt aus, da hohe Zinsen Kapital verteuern und Investoren verstärkt sichere Anlageformen bevorzugen.
Bitcoin verhält sich derzeit vergleichsweise ruhig, während der Markt auf neue Impulse wartet. In solchen Wochen kommt es häufig zu sogenanntem „Range Trading“.
Das bedeutet, dass sich der Kurs innerhalb einer bestimmten Spanne zwischen Unterstützung und Widerstand bewegt, bis ein externer Impuls – wie die US-Inflationsdaten – für einen Ausbruch sorgt.
Der Freitag könnte den Kryptomarkt wachrütteln. Wird der CPI zur positiven Überraschung oder zum Belastungsfaktor? Fest steht: Bewegung ist nahezu sicher – nur die Richtung bleibt noch offen.
Het bericht Kryptomarkt rüstet sich für wichtige US-Konjunkturdaten am Freitag verscheen eerst op Crypto Insiders.


