Bitcoin steht erneut unter Druck. Während sich der Kurs zuletzt oberhalb von 60.000 US-Dollar stabilisierte, warnen Analysten vor tieferen Rücksetzern. Mike McGBitcoin steht erneut unter Druck. Während sich der Kurs zuletzt oberhalb von 60.000 US-Dollar stabilisierte, warnen Analysten vor tieferen Rücksetzern. Mike McG

Bitcoin-Kurs vor kritischer Phase: Makro-Risiken nehmen zu

2026/02/19 21:26
5 Min. Lesezeit
  • Bloomberg-Analyse rückt tiefere Kursniveaus in den Fokus
    Der Bloomberg-Stratege Mike McGlone verweist auf statistische Muster, nach denen sich Bitcoin seit 2023 häufiger im Bereich um 28.000 US-Dollar aufgehalten hat als auf dem aktuellen Kursniveau.
  • Geopolitische Spannungen verstärken den Risikoabbau
    Sorgen über eine Eskalation im Nahen Osten treiben US-Dollar und Ölpreise nach oben und entziehen Risikoassets wie Bitcoin weiter Liquidität.
  • Historisch ungewöhnliche Schwächephase zeichnet sich ab
    Bitcoin steht vor der fünften Verlustwoche in Folge und zeigt die längste Underperformance gegenüber Gold seit Bestehen.
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Bitcoin-Kurs droht tiefer Rücksetzer

Bitcoin-Kurs vor kritischer Phase: Makro-Risiken nehmen zu

Bitcoin steht erneut unter Druck. Trotz mehrerer Stabilisierungversuche oberhalb von 60.000 US-Dollar bleibt die übergeordnete Marktstruktur fragil. Neue Analysen deuten darauf hin, dass der Tiefpunkt dieses Zyklus womöglich noch nicht erreicht ist. Neben statistischen Kursmodellen rücken dabei zunehmend externe Belastungsfaktoren wie geopolitische Spannungen, ein starker US-Dollar und die Entwicklung klassischer Risikoassets in den Fokus.

Für neue Aufmerksamkeit sorgt eine Einschätzung von Mike McGlone, Senior Macro Strategist bei Bloomberg. Statt über neue Allzeithochs zu sprechen, lenkt McGlone den Blick auf die statistische Struktur des Bitcoin-Marktes seit 2023. Zwar habe sich der Bitcoin-Kurs zuletzt wieder dem langfristigen Durchschnitt bei rund 66.000 US-Dollar angenähert, doch entscheidend sei aus seiner Sicht ein anderer Wert.

Der sogenannte statistische Modus, also das Preisniveau, auf dem Bitcoin innerhalb eines Zeitraums am häufigsten gehandelt wurde, liegt laut McGlone deutlich tiefer, bei rund 28.000 US-Dollar. Historisch habe sich der Markt wesentlich häufiger in diesen unteren Regionen aufgehalten als auf dem aktuell erhöhten Kursniveau. Aus statistischer Sicht sei es daher nicht ungewöhnlich, wenn der Markt diese Zone erneut testet, insbesondere in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit.

Ein zentraler Bestandteil der Argumentation ist die weiterhin enge Verbindung zwischen Bitcoin und klassischen Risikoassets. McGlones Analyse zeigt eine auffällige Synchronität zwischen der Kursentwicklung von Bitcoin und dem Nasdaq-100. Beide Märkte reagieren sensibel auf Liquiditätsbedingungen, Zinserwartungen und makroökonomische Schocks.

Seit Jahresbeginn konnte der Nasdaq seine Dynamik nicht halten und liegt leicht im Minus. Sollte es hier zu einer ausgeprägteren Korrektur kommen, dürfte auch Bitcoin erneut unter Druck geraten. Die starke Performance der vergangenen Jahre war eng an expansive Geldpolitik und steigende Vermögenspreise gekoppelt, Faktoren, die aktuell nicht mehr selbstverständlich gegeben sind.

Geopolitische Spannungen verschärfen das Marktumfeld

Zusätzlichen Gegenwind erhält Bitcoin durch die angespannte geopolitische Lage. Spekulationen über eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und Iran sorgen für wachsende Nervosität an den globalen Märkten. Laut Berichten des Wall Street Journal haben die USA im Nahen Osten mittlerweile ihre größte Konzentration an Luftstreitkräften seit der Irak-Invasion 2003 zusammengezogen.

Auch Prognosemärkte reagieren deutlich. Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit eines US-Angriffs auf Iran bis zum Monatsende aktuell mit rund 31 Prozent eingeschätzt. Solche Szenarien führen typischerweise zu Kapitalflüssen in vermeintlich sichere Anlagen und zulasten von Risikoassets wie Bitcoin.

Die Folgen sind bereits sichtbar. Der US-Dollar-Index DXY stieg auf 97,7 Punkte und markierte damit den höchsten Stand seit Anfang Februar. Parallel legte der Ölpreis deutlich zu. WTI-Rohöl kletterte von rund 62 auf 65 US-Dollar. Ein stärkerer US-Dollar und steigende Energiepreise gelten historisch als belastende Kombination für Märkte mit hoher Risikosensitivität.

Zusätzliche Unsicherheit kam zuletzt auch von Donald Trump. Er erklärte, das US-Handelsdefizit sei infolge der verhängten Zölle um 78 Prozent gesunken und könne noch in diesem Jahr positiv werden. Diese Aussagen schürten erneut Spekulationen über weitere protektionistische Maßnahmen, was das ohnehin fragile Marktumfeld zusätzlich belastet.

Historisch schwache Phase für Bitcoin

Die aktuelle Marktphase gewinnt auch aus statistischer Sicht an Bedeutung. Bitcoin steht kurz davor, die fünfte Verlustwoche in Folge zu verzeichnen, eine Serie, die es zuletzt zwischen März und Mai 2022 gab, als der Markt insgesamt neun Wochen am Stück fiel.

Auf Monatsbasis ist die Entwicklung ebenfalls bemerkenswert. Seit Oktober verzeichnet Bitcoin fünf negative Monate in Folge. Eine längere Verlustserie gab es bislang nur im Zeitraum 2018 bis 2019. Besonders auffällig ist zudem die relative Schwäche gegenüber Gold. Im Handelspaar BTC/Gold liegt Bitcoin seit sieben Monaten in Folge im Minus, die längste jemals gemessene Underperformance gegenüber dem Edelmetall.

Fazit: Externe Risiken rücken wieder stärker in den Vordergrund

Bitcoin befindet sich derzeit in einem Umfeld, das von mehreren Belastungsfaktoren gleichzeitig geprägt ist. Die statistischen Modelle von Bloomberg, die enge Korrelation mit Tech-Märkten, geopolitische Unsicherheiten und die Stärke des US-Dollars zeichnen gemeinsam ein vorsichtiges Bild. Kursregionen um 28.000 US-Dollar erscheinen unter diesen Bedingungen nicht als extremes Szenario, sondern als rechnerisch und historisch ableitbare Zone.

Ob es tatsächlich so weit kommt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich geopolitische Risiken, die Entwicklung der Aktienmärkte und die globale Liquiditätslage in den kommenden Wochen entwickeln. Klar ist jedoch: Bitcoin wird aktuell weniger als Schutzinstrument gehandelt, sondern bleibt stark abhängig vom globalen Risikoappetit.


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