Suchanfragen nach Begriffen wie „Geht Bitcoin auf null?" und „Bitcoin tot" haben laut Google Trends-Daten ihre höchsten Werte seit der Marktpanik rund um den Zusammenbruch der FTX-Börse 2022 erreicht.
Der Anstieg pessimistischer Suchanfragen fiel mit einer starken Korrektur des Bitcoin-Preises zusammen. Nachdem das Asset im Oktober 2025 ein Allzeithoch von etwa 126.000 $ erreicht hatte, ist es um etwa 50 % gefallen, in bärisches Marktgebiet eingetreten und hat das Anlegervertrauen erschüttert.
Google Trends zeigt Anstieg bei Suchanfragen zu Bitcoin auf null, Quelle: Google Trends
Marktanalysten nutzen Google-Suchdaten häufig als Indikator für die Psychologie von Privatanlegern. Perioden steigenden Suchinteresses an katastrophalen Ergebnissen fielen historisch mit erhöhter Volatilität und angstgetriebenen Verkäufen zusammen.
Aktuelle Daten zeigen, dass der Suchbegriff „Bitcoin null" Anfang Februar Spitzenwerte erreichte, während verwandte Anfragen wie „Bitcoin wird auf null gehen" in den letzten fünf Jahren dramatisch zugenommen haben.
Die erneute Besorgnis folgt auf Bitcoins rapiden Rückgang vom Höchststand 2025, eine Umkehr, die frühere Krisenperioden auf den digitalen Asset-Märkten widerspiegelt.
Einige Kommentatoren sagen, dass der Suchtrend eher eine Kapitulation unter kleineren Anlegern als eine institutionelle Positionierung widerspiegelt.
Bitcoins Abschwung hat auch Kritik von langjährigen Skeptikern wiederbelebt.
Der Ökonom Nouriel Roubini, oft als „Dr. Doom" für seine bärischen Marktprognosen bezeichnet, beschrieb Bitcoin kürzlich als „Pseudo-Anlageklasse" und „falsche" Geldform und warnte davor, dass eine breitere Krypto-Akzeptanz Finanzsysteme destabilisieren könnte.
Roubini hat zuvor argumentiert, dass Kryptowährungen die Merkmale echter Währungen nicht aufweisen und anfällig für regulatorischen Druck und spekulative Übertreibungen bleiben.
Solche Kritiken tauchen tendenziell während Marktrückgängen wieder auf, insbesondere wenn Preisrückgänge so steil sind wie im aktuellen Zyklus.
Trotz des Anstiegs der Weltuntergangssuchanfragen warnen einige Marktbeobachter davor, die Daten als Beweis für strukturelles Versagen zu interpretieren.
Historisch gesehen fielen Spitzen im negativen Suchverhalten mit Phasen extremer Angst zusammen, die später zyklische Tiefpunkte markierten und keine endgültigen Rückgänge.
Suchaktivitäten im Zusammenhang mit Bitcoin und Krypto-Märkten nehmen tendenziell bei Ereignissen hoher Volatilität zu – sowohl nach oben als auch nach unten – was auf erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit und nicht auf Richtungssicherheit hinweist.
Gleichzeitig hatte sich das breitere Krypto-Suchinteresse bereits vor der jüngsten Korrektur abgeschwächt, was auf eine Abkühlung des Einzelhandelsengagements im gesamten Sektor hindeutet.
Während das Wiederaufleben von Suchanfragen nach „Bitcoin auf null" die fragile Marktpsychologie unterstreicht, spiegeln die Daten Angst wider und keinen messbaren Weg zu einer Nullbewertung.
Bitcoin bleibt das dominierende digitale Asset nach Marktkapitalisierung, und seine Preiszyklen haben historisch mehrere Rückgänge von über 50 % umfasst.
Vorerst betrachten Analysten den Anstieg des pessimistischen Suchverkehrs als Barometer für erschüttertes Vertrauen im Einzelhandel – eines, das in Phasen maximaler Unsicherheit am prominentesten auftritt und nicht bei dauerhaftem Zusammenbruch.


