Japans traditionelle Wertpapiergiganten bereiten sich auf den umfassenden Einstieg in den digitalen Vermögensmarkt vor. Der Katalysator ist die erwartete Reform der FinanzdienstleistungsaufsichtJapans traditionelle Wertpapiergiganten bereiten sich auf den umfassenden Einstieg in den digitalen Vermögensmarkt vor. Der Katalysator ist die erwartete Reform der Finanzdienstleistungsaufsicht

Japans führende Broker bereiten Krypto-Börsen-Vorstoß vor, während Bitcoin-Umklassifizierung näher rückt

2026/02/20 08:53
3 Min. Lesezeit

Japans traditionelle Wertpapiergiganten bereiten sich auf einen umfassenden Einstieg in den digitalen Vermögensmarkt vor.

Der Katalysator ist eine erwartete Reform der Financial Services Agency (FSA), einschließlich der Neuklassifizierung von Bitcoin als Anlageprodukt und nicht als Zahlungsinstrument.

Dieser Übergang würde eine strukturelle Veränderung in der Positionierung digitaler Vermögenswerte innerhalb des japanischen Finanzsystems markieren. Anstatt an der Peripherie zu bleiben, würden Bitcoin und andere Large-Cap-Token unter das Finanzinstrumente- und Börsengesetz fallen und neben traditionellen Anlageprodukten platziert werden.

Japans „Big Three" bewegen sich in Richtung Kryptobörsen

Japans drei größte Wertpapierfirmen mit einer kombinierten Marktkapitalisierung von etwa 48 Milliarden US-Dollar positionieren sich für den Einstieg in das Kryptowährungsbörsengeschäft.

Nomura Holdings, die größte Investmentbank des Landes, plant die Einführung einer Kryptowährungsbörse in Japan bis Ende 2026. Die Initiative wird über ihre in der Schweiz ansässige Krypto-Tochtergesellschaft Laser Digital umgesetzt. Nomura verwaltet derzeit rund 673 Milliarden US-Dollar an Kundenvermögen, was ihr eine erhebliche institutionelle Reichweite verleiht, wenn die Börse in Betrieb geht.

Die Daiwa Securities Group, die zweitgrößte Maklerfirma in Japan, erwägt aktiv den Einstieg in den Kryptobörsen-Sektor. Obwohl kein formeller Start-Termin angekündigt wurde, signalisieren interne Diskussionen strategische Vorbereitung statt exploratives Interesse.

SMBC Nikko Securities, die drittgrößte Firma, evaluiert ebenfalls die Einführung eines Kryptobörsengeschäfts. Das Unternehmen hat bereits eine dedizierte DeFi-Abteilung eingerichtet, um interne Kapazitäten aufzubauen und sich auf Blockchain-basierte Finanzprodukte vorzubereiten.

Zusammengenommen deuten diese Schritte darauf hin, dass sich Japans traditionelle Maklerinfrastruktur auf eine regulierte Integration digitaler Vermögenswerte vorbereitet und nicht auf eine spekulative Expansion.

2026 als Japans „Digitales Jahr" bezeichnet

Japans Finanzminister hat 2026 als „Digitales Jahr" für Finanzreformen bezeichnet, was eine formelle Integration digitaler Vermögenswerte in die Mainstream-Kapitalmärkte signalisiert.

Die FSA plant, 2026 Gesetzgebung einzureichen, die die Krypto-Aufsicht auf das Finanzinstrumente- und Börsengesetz überführen würde. Dies würde Bitcoin und andere Token mit hoher Marktkapitalisierung als Anlageprodukte neu klassifizieren, eine Änderung, die die Dynamik der institutionellen Beteiligung materiell verändern könnte.

Parallel dazu zielt die FSA auf die Einführung von Spot-Kryptowährungs-ETFs bis 2028 durch Änderungen des Investmentfondsgesetzes ab. Große Unternehmen, darunter Nomura Asset Management und SBI, entwickeln bereits Produkte in Erwartung dieser regulatorischen Verschiebung.

Steuerreform ist eine weitere kritische Komponente. Die Behörden erwägen, den maximalen Steuersatz auf Krypto-Gewinne von 55% auf einen pauschalen Satz von 20% zu reduzieren, um digitale Vermögenswerte mit dem Besteuerungsrahmen für traditionelle Aktien in Einklang zu bringen. Ein solcher Schritt würde das Risiko-Ertrags-Profil sowohl für Privat- als auch für Unternehmensinvestoren materiell verbessern.

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Institutionelle Kapazität und ETF-Ausblick

Analysten schätzen, dass Japans Krypto-ETF-Markt schließlich etwa 1 Billion Yen oder rund 6,7 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen erreichen könnte. Zum Vergleich: US-Bitcoin-Spot-ETFs halten derzeit etwa 122 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten.

Während Japans projizierte Marktgröße kleiner ist, liegt die strukturelle Bedeutung in der institutionellen Beteiligung. Der Eintritt großer Wertpapierfirmen richtet sich in erster Linie an Unternehmenskunden und konzentriert sich auf Treasury-Management, Verwahrungslösungen und regulierte Anlagevehikel.

Wenn die vorgeschlagenen Reformen verabschiedet werden, würde Japan von einem restriktiven Krypto-Umfeld zu einem regulierten, investitionsorientierten Rahmen wechseln. Dieser Übergang würde eine der bedeutendsten strukturellen Neuausrichtungen im Finanzsektor des Landes in den letzten Jahren darstellen.

Anstatt einer spekulativen Welle deuten die Entwicklungen auf eine formelle Integration digitaler Vermögenswerte in Japans traditionelle Kapitalmarktinfrastruktur hin.

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