Der Makro-Investor und ehemalige Spitzenmanager des Bankgiganten Goldman Sachs, Raoul Pal, erwartet für Bitcoin in diesem Jahr einen deutlichen Kursanstieg. Er hält einen Preis von 140.000 Dollar für realistisch, vor allem aufgrund der großen Geldmenge in der Weltwirtschaft. Für später in diesem Jahr prognostiziert er eine extreme Wachstumsphase: die „Banana Zone“. Aber was ist die Banana Zone genau?
Laut Raoul Pal hinkt der aktuelle Bitcoin-Kurs der Realität hinterher. Er ist der Ansicht, dass der Kurs derzeit „mit einem deutlichen Abschlag“ gehandelt wird, wenn man die gesamte weltweit im Umlauf befindliche Geldmenge (Liquidität) betrachtet.
Pal berechnet, dass der Preis bei rund 140.000 Dollar liegen müsste, um diese Lücke zu schließen. Er fügt hinzu, dass der Markt Zeit braucht, um sich von starken Kursrückgängen zu erholen. Eine solche Konsolidierungsphase dauert seiner Einschätzung nach oft einige Monate, da das Kapital der Spekulanten erst dann vollständig zurückfließt.
Der Kern von Pals Theorie ist seine Sichtweise auf die Weltwirtschaft. Er sagt, dass Regierungen aufgrund ihrer enormen Schulden keine andere Wahl haben, als weiter Geld zu drucken. Diese Schulden müssen immer wieder mit neuem Geld bedient werden, wodurch die Nachfrage nach Kapital hoch bleibt.
Dieser konstante Zufluss neuen Geldes sorgt für mehr Kapital im Markt. Pal glaubt, dass ein Teil davon automatisch in knappe Vermögenswerte fließt, wie Bitcoin.
Der Begriff „Banana Zone“ ist Pals Bezeichnung für eine besondere Marktphase. Es ist ein Zeitraum, in dem der Kurs extrem stark steigt – in einer Kurve, die der Form einer Banane ähnelt. Merkmale dieser Phase sind Markteuphorie, schnelle Kursanstiege und große Aufmerksamkeit der Anleger.
Eine Grafik von November 2024 von Raoul Pal, auf der die Banana Zone zu sehen ist. Quelle: Raoul Pal auf X.
Laut Pal kann diese Phase erst beginnen, wenn Bitcoin eine wichtige Marke durchbricht: die 100.000-Dollar-Grenze. Erst nachdem sich der Kurs um diesen Punkt stabilisiert, erwartet er die eigentliche Beschleunigung. In der Vergangenheit führte ein solch starker Bitcoin-Anstieg häufig zu einer „Altcoin Season“ – einer Phase, in der Kapital auch massiv in andere Krypto-Coins fließt.
Der Kryptomarkt hat in der Vergangenheit mehrfach solche explosiven Wachstumsphasen erlebt, wie auf der Grafik oben zu sehen ist. Im Jahr 2013 stieg Bitcoin beispielsweise von 100 auf 1.000 Dollar. Ende 2017 folgte ein noch größerer Anstieg, von 5.000 auf fast 20.000 Dollar.
Laut Pal sind deutliche Kursrückgänge von 30 bis 34 Prozent während einer solchen Phase normal – das war auch in früheren Zyklen so, stellt der Analyst fest.
Dennoch weiß niemand, was der Bitcoin-Kurs in Zukunft tun wird und ob die Banana Zone auch diesmal wieder eintritt. Sei stets vorsichtig und recherchiere gründlich, bevor du Investitionsentscheidungen triffst.
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