Ein US-Bundesgericht hat alle Klagen gegen Binance im Rahmen des Anti-Terrorismus-Gesetzes abgewiesen und die Vorwürfe zurückgewiesen, dass die Krypto-Börse terroristische Organisationen unterstützt oder mit ihnen konspiriert habe.
In einer 62-seitigen Entscheidung stellte das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York fest, dass die Kläger es versäumt haben, die Kernelemente ihres Falls zu belegen. An der Klage waren 535 Kläger beteiligt, die behaupteten, dass Binance materielle Unterstützung im Zusammenhang mit 64 Terroranschlägen geleistet habe.
Laut dem Urteil konnten die Kläger nicht ausreichend nachweisen, dass Binance wissentlich terroristische Gruppen unterstützt, an Anschlägen teilgenommen oder mit terroristischen Organisationen konspiriert hat.
Die Abweisung durch das Gericht beendet den Fall jedoch nicht unbedingt. Den Klägern wurden 60 Tage gewährt, um eine geänderte Klage einzureichen, damit sie ihre Ansprüche im Lichte eines kürzlich ergangenen Berufungsurteils, auf das sich das Gericht bezog, überarbeiten können.
Gericht weist Kernvorwürfe zurück
Die Klage warf Binance vor, über seine Plattform Transaktionen zu ermöglichen, die mit terroristischen Gruppen in Verbindung stehen. Die Kläger argumentierten, dass die Geschäftstätigkeit der Börse indirekt finanzielle Ströme ermöglicht habe, die mit Anschlägen in Verbindung stehen.
Das Gericht kam letztendlich zu dem Schluss, dass die Klage keine rechtliche Grundlage dafür lieferte, dass Binance terroristische Aktivitäten absichtlich unterstützt oder gefördert hat.
Das Unternehmen bekräftigte auch, dass es in den letzten Jahren stark in Compliance-Infrastruktur und regulatorische Zusammenarbeit investiert hat.
Juristischer Erfolg inmitten anhaltender Prüfung
Die Gerichtsentscheidung erfolgt zu einer Zeit, in der die Börse unter verstärkter Prüfung durch Regulierungsbehörden und Gesetzgeber steht.
Anfang dieses Monats wies Binance Vorwürfe von US-Gesetzgebern zurück, wonach die Plattform Kryptowährungsüberweisungen in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar ermöglicht habe, die mit iranischen Netzwerken in Verbindung stehen, und bestritt die in einer Senatsuntersuchung unter Berufung auf investigative Medienberichte erhobenen Behauptungen.
Dieser Streit ging aus einer Untersuchung hervor, die vom US-Senator Richard Blumenthal geleitet wurde, der Unterlagen zu Transaktionen anforderte, an denen Einrichtungen wie Hexa Whale und Blessed Trust beteiligt waren.
Die Untersuchung des Senators berief sich auf Berichte, die darauf hindeuteten, dass Kryptowährungsüberweisungen, die mit iranischen Netzwerken und Russlands sanktionsumgehendem Ölhandel in Verbindung stehen, möglicherweise über die Börse gelaufen sind.
Binance hat diese Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, dass es strenge Know-Your-Customer-Verfahren und Sanktionsprüfungen aufrechterhält und mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet.
Regulierungsgeschichte prägt weiterhin Binances Aufsicht
Die rechtliche und regulatorische Position des Unternehmens wird nach seiner Einigung mit den US-Behörden im Jahr 2023 weiterhin genau beobachtet.
Diese Vereinbarung sah vor, dass Binance sich schuldig bekannte, gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze verstoßen zu haben, eine Strafe von 4,3 Milliarden US-Dollar zahlte und die Aufsicht durch US-Compliance-Monitore akzeptierte.
Gründer Changpeng Zhao bekannte sich ebenfalls schuldig zu einer damit verbundenen Anklage und verbüßte eine viermonatige Gefängnisstrafe.
Abschließende Zusammenfassung
- Ein US-Bundesgericht wies Anti-Terrorismus-Klagen gegen Binance ab und entschied, dass die Kläger nicht nachweisen konnten, dass die Börse wissentlich terroristische Organisationen unterstützt oder mit ihnen konspiriert hat.
- Den Klägern wurden 60 Tage gewährt, um eine geänderte Klage einzureichen, was bedeutet, dass der Rechtsstreit trotz der Abweisung fortgesetzt werden könnte.
Quelle: https://ambcrypto.com/u-s-court-dismisses-anti-terrorism-lawsuit-against-binance-plaintiffs-given-60-days-to-amend/


