Fed hält Zinssatz am 18. März bei 3,50–3,75%, da Iran-Konflikt die Aussichten trübt. Bitcoin fällt um 4% auf 71.600 $, Aktien sinken um 0,55% aufgrund geopolitischer Unsicherheit. Der BeitragFed hält Zinssatz am 18. März bei 3,50–3,75%, da Iran-Konflikt die Aussichten trübt. Bitcoin fällt um 4% auf 71.600 $, Aktien sinken um 0,55% aufgrund geopolitischer Unsicherheit. Der Beitrag

Federal Reserve hält Zinssätze inmitten steigender Spannungen im Nahen Osten und Marktvolatilität aufrecht

2026/03/19 16:05
3 Min. Lesezeit
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Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Federal Reserve hielt die Zinssätze am 18.03.2026 mit einer 11-1-Entscheidung bei 3,50%–3,75%
  • Bitcoin verzeichnete einen Rückgang von fast 4% und fiel nach der Ankündigung auf etwa 71.600 $
  • Sowohl der Nasdaq- als auch der S&P 500-Index gingen während des Handels um 0,55% zurück
  • Die Fed erhöhte ihre Inflationsprognose für 2026 aufgrund der Spannungen im Nahen Osten von 2,4% auf 2,7%
  • CME-Daten zeigen null Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung bei der April-Sitzung

Die Federal Reserve entschied sich bei ihrer Sitzung am Mittwoch, dem 18.03.2026, den Leitzins bei 3,50%–3,75% beizubehalten. Die Marktteilnehmer hatten dieses Ergebnis weitgehend erwartet.

Die Entscheidung wurde mit einer Mehrheit von 11-1 getroffen. Stephen Miran war die einzige abweichende Stimme und sprach sich für eine Reduzierung um 25 Basispunkte aus.

Die Zentralbank identifizierte die eskalierende militärische Situation zwischen den USA und dem Iran als primären Faktor, der ihre Entscheidung beeinflusste. Rohöl ist auf etwa 100 $ pro Barrel gestiegen, was einen erheblichen Anstieg gegenüber unter 60 $ zu Beginn des Jahres darstellt.

Powell charakterisierte die wirtschaftliche Expansion als in einem gesunden Tempo voranschreitend. Der Konsum der Haushalte bleibt robust und die Investitionsausgaben der Unternehmen entwickeln sich weiterhin positiv. Die Immobilienaktivität bleibt jedoch schwach und die Beschäftigungskennzahlen deuten auf eine Abkühlung hin.

Die Fed revidierte ihre Inflationsaussichten für 2026 nach oben auf 2,7%, eine Erhöhung gegenüber der vorherigen Prognose von 2,4%. Die politischen Entscheidungsträger erwarten, dass die Inflation im Jahr 2027 auf 2,2% zurückgehen wird.

Finanzmärkte reagieren auf politische Entscheidung und geopolitische Spannungen

Bitcoin geriet vor der Erklärung unter erheblichen Druck. Nach der Entscheidung wurde es bei 71.600 $ gehandelt – was einem Tagesrückgang von fast 4% entspricht. Die Schwäche der Kryptowährung ging mit steigenden Rohölpreisen und enttäuschenden Inflationswerten einher, die zuvor in der Sitzung veröffentlicht wurden.

Der Nasdaq und der S&P 500 fielen beide um 0,55%. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe stieg moderat auf 4,21%.

Reduzierte Kreditkosten kommen in der Regel risikoorientierte Anlagen wie Bitcoin und Aktien zugute, indem sie Anleihen für Investoren weniger attraktiv machen. Umgekehrt neigen erhöhte Zinsen dazu, Kapital in konservativere festverzinsliche Anlagen zu lenken.

Die Projektionsmatrix der Fed, allgemein als „Dot Plot" bezeichnet, weist weiterhin auf nur eine erwartete Reduzierung um 25 Basispunkte für 2026 hin, gefolgt von einer weiteren Senkung im Jahr 2027. Diese Aussichten bleiben gegenüber früheren Leitlinien unverändert.

CME Group-Daten zeigen, dass 97% der Marktteilnehmer bei der Sitzung des Federal Open Market Committee im April 2026 keine Politikanpassung erwarten. Marginale 3% erwarten eine Erhöhung um 25 Basispunkte, was den Zinssatz auf 3,75%–4,00% anheben würde.

Federal Reserve, ZinssatzQuelle: CME Group

Perspektiven von Marktexperten

Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, gab an, dass er zusätzliche Bitcoin-Käufe verschiebt, bis die Fed auf Zinssenkungen umschwenkt. Er spekulierte weiter, dass der Iran-Konflikt die Fed möglicherweise schließlich zu einer akkommodierenden Politik zwingen könnte, um militärische Finanzierungsanforderungen zu unterstützen.

Makroanalyst Lyn Alden charakterisierte die derzeitige Haltung der Fed als Eintritt in eine „schrittweise Druckphase", in der eine monetäre Expansion stetig erfolgt und die Vermögensbewertungen über längere Zeiträume inkrementell aufbläht.

Die doppelten Ziele der Zentralbank – Aufrechterhaltung der Preisstabilität bei gleichzeitiger Förderung maximaler Beschäftigung – stehen vor wachsenden Herausforderungen. Die Inflation bleibt über der 2%-Marke, während die Arbeitsmarktindikatoren auf eine Verlangsamung hindeuten.

Powell räumte ein, dass sowohl das Ausmaß als auch der Zeitrahmen der wirtschaftlichen Folgen aus den Feindseligkeiten im Nahen Osten unklar bleiben. Die Federal Reserve wird die sich entwickelnden Bedingungen wachsam überwachen, bevor sie weitere politische Anpassungen umsetzt.

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