TLDR: Bitcoin könnte den März 2026 negativ abschließen und damit erstmals seit Jahren sechs aufeinanderfolgende Monate mit Verlusten verzeichnen. SOPR-Daten zeigen eine moderate VerlustrealisierungTLDR: Bitcoin könnte den März 2026 negativ abschließen und damit erstmals seit Jahren sechs aufeinanderfolgende Monate mit Verlusten verzeichnen. SOPR-Daten zeigen eine moderate Verlustrealisierung

Bitcoins sechsmonatige Verlustserie: Was On-Chain Daten über den nächsten Schritt des Marktes aussagen

2026/03/30 07:41
3 Min. Lesezeit
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TLDR:

  • Bitcoin könnte den März 2026 negativ abschließen und damit zum ersten Mal seit Jahren sechs aufeinanderfolgende Monate mit Verlusten verzeichnen.
  • SOPR-Daten zeigen eine moderate Verlustrealisierung nahe dem 1,0-Level, jedoch fehlt die anhaltende Kapitulation, die im bärischen Zyklus 2018 zu beobachten war.
  • Sinkende Börsenreserven deuten darauf hin, dass das Angebot vom Markt zurückgehalten wird, doch schwache ETF-Zuflüsse weisen auf fehlende Käufernachfrage hin.
  • Analysten sagen, dass sich erholende ETF-Zuflüsse, eine positive Coinbase-Prämie und steigende On-Chain-Aktivität eine starke BTC-Erholung auslösen könnten.

Bitcoin nähert sich einem seltenen Meilenstein, der historisch gesehen bedeutenden Marktverschiebungen vorausging. Wenn der März 2026 negativ abschließt, würde dies sechs aufeinanderfolgende Monate des Rückgangs markieren.

Dieses Muster ist in der Geschichte des Kryptomarktes nur wenige Male aufgetreten. Jeder Fall war mit einem bestimmten strukturellen Ereignis verbunden.

Analysten von XWIN Research Japan untersuchten diesen Trend anhand von CryptoQuant On-Chain-Daten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass sich der aktuelle Zyklus in einer entscheidenden Hinsicht von früheren Abschwüngen unterscheidet.

Historische Vergleiche offenbaren Kontext für Bitcoins anhaltenden Rückgang

Bitcoins viermonatiger Rückgang im Jahr 2014 folgte auf den Zusammenbruch der Mt. Gox-Börse. Dieses Ereignis beschädigte das Marktvertrauen und führte dazu, dass SOPR zutiefst instabil wurde.

Die Daten spiegelten einen Zusammenbruch der Marktfunktion selbst wider, keine Standardkorrektur. Es war ein strukturelles Versagen, das auf einem einzigen katastrophalen Börsenzusammenbruch beruhte.

Der sechsmonatige Rückgang von August 2018 bis Januar 2019 folgte auf das Platzen der ICO-Blase. SOPR blieb über einen längeren Zeitraum unter 1, was auf weit verbreitete Kapitulation und Zwangsverkäufe hinwies.

Der Markt durchlief in dieser Phase einen vollständigen Reset. Eine Trendumkehr folgte, als der Kaufdruck Anfang 2019 schließlich zurückkehrte.

Der heutige SOPR liegt nahe oder leicht unter 1, aber ein anhaltendes Verhalten unter 1 hat sich nicht entwickelt. Verlustrealisierung findet statt, doch eine vollständige Kapitulation hat nicht stattgefunden.

Dies unterscheidet die aktuelle Phase von jenen früheren strukturellen Zusammenbrüchen. Der Markt hat nicht die gleiche Tiefe der Belastung erreicht, die 2018 zu beobachten war.

In einem Beitrag auf Cryptoquant merkte der Analyst XWIN Research Japan an, dass frühere Rückgänge durch anhaltenden Verkaufsdruck getrieben wurden. Der aktuelle Abschwung wird jedoch durch fehlende Nachfrage geprägt und nicht durch erzwungene Ausstiege.

Diese Unterscheidung verändert, wie Analysten diese Periode interpretieren sollten. Die Einordnung der Schwäche ist wichtig bei der Bewertung potenzieller Erholungspfade.

Nachfrage, Abwesenheit und On-Chain-Signale prägen die aktuelle Aussicht

Börsenreserven sinken, was darauf hindeutet, dass Angebot zurückgehalten wird, anstatt aktiv verkauft zu werden. Doch schwache Coinbase-Premium-Daten deuten auf unzureichendes institutionelles Kaufinteresse am Markt hin.

ETF-Zuflüsse sind instabil geblieben, was den Eintritt neuen Kapitals in den Bereich begrenzt. Zusammen beschreiben diese Werte einen Markt in der Pause und nicht im freien Fall.

XWIN Research Japan stellte fest, dass die institutionelle Infrastruktur trotz anhaltender Preisschwäche intakt bleibt. Kapital ist jedoch nicht in bedeutendem Umfang auf den Markt zurückgekehrt.

Analysten beschreiben dies als strukturelle Pause und nicht als Marktzusammenbruch. Der Markt hält seine Position, aber es fehlt die Nachfrage, um höher zu steigen.

Eine nachhaltige Erholung würde erfordern, dass ETF-Zuflüsse sich erholen und die Coinbase-Prämie positiv wird. Steigende On-Chain-Aktivität müsste diese Entwicklungen ebenfalls begleiten.

Wenn sich diese Signale ausrichten, erwarten Analysten, dass eine starke Bitcoin-Preiserholung folgen könnte. Das Timing dieser Konvergenz bleibt die zentrale Frage für Marktteilnehmer.

Bitcoin befindet sich nun zwischen struktureller Widerstandsfähigkeit und zyklischer Schwäche. Ohne vollständige Kapitulation ist eine weitere Preiskonsolidierung kurzfristig möglich.

Allerdings existieren Bedingungen für eine Umkehr, wenn die Nachfrage zurückkehrt. Die genaue Beobachtung von On-Chain-Daten wird entscheidend sein, um zu verfolgen, wann die nächste Richtungsbewegung beginnt.

Der Beitrag Bitcoin's Six-Month Losing Streak: What On-Chain Data Says About the Market's Next Move erschien zuerst auf Blockonomi.

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