Das US-Arbeitsministerium schlug vor, 401(k)-Pläne für Krypto zu öffnen. Das bedeutet es für 7,7 Billionen US-Dollar an Altersvorsorge.
Das US-Arbeitsministerium hat eine Regelung vorgeschlagen, die das amerikanische Altersvorsorge-Investment umgestalten könnte.
Der am Montag veröffentlichte Vorschlag zielt darauf ab, zu klären, wie alternative Vermögenswerte wie Private Equity und Kryptowährungen in 401(k)-Pläne aufgenommen werden können. Er folgt einer von Präsident Donald Trump unterzeichneten Durchführungsverordnung.
Landesweit halten 401(k)-Konten etwa 7,7 Billionen US-Dollar an Altersvorsorge. Selbst eine kleine Verschiebung der Allokation könnte Dutzende Milliarden in digitale Vermögensmärkte fließen lassen.
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Die Leitlinie skizziert einen strukturierten Prozess für Plan-Treuhänder.
Gemäß dem Vorschlag müssen Treuhänder Faktoren wie Performance, Gebühren, Liquidität, Bewertung und Komplexität objektiv bewerten, bevor sie diese Vermögenswerte aufnehmen. Treuhänder, die den skizzierten Prozess befolgen, erhalten Safe-Harbor-Schutz gegen Klagen.
Das Arbeitsministerium betonte, dass die Regelung Anbieter nicht anweist, wie sie investieren sollen. Stattdessen gibt sie ihnen einen Rahmen für gründliche, gut dokumentierte Entscheidungen.
Der Vorschlag kommt, während der Oberste Gerichtshof sich darauf vorbereitet, einen verwandten Fall zu verhandeln.
Ein ehemaliger Intel-Mitarbeiter verklagte 2019 Plan-Treuhänder mit der Behauptung, sie hätten unvorsichtige Entscheidungen getroffen, indem sie in Hedgefonds und Private Equity investierten. Das Ergebnis dieses Falls könnte breitere Auswirkungen darauf haben, wie Treuhänder alternative Investitionen angehen.
Das Arbeitsministerium wird eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsphase abhalten, bevor es entscheidet, ob die Regelung finalisiert wird. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Vorschlag über 160 Seiten umfasst, was die Komplexität der beteiligten Themen widerspiegelt.
Große Finanzakteure haben den Schritt begrüßt. BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter mit über 14 Billionen US-Dollar unter Verwaltung, lobte die Richtung.
Apollo-CEO Marc Rowan nannte es einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung der Altersvorsorgeergebnisse für Amerikaner. SEC-Vorsitzender Paul Atkins äußerte ebenfalls Unterstützung und sagte, dass eine breitere Teilnahme an langfristigen Investitionen eine Priorität sei.
Nicht jeder teilt diese Ansicht. Senatorin Elizabeth Warren kritisierte den Vorschlag und argumentierte, er setze Altersvorsorge riskanten Vermögenswerten in einer Zeit der Marktinstabilität aus.
Finanzprofessor Henry Hu räumte ein, dass die Tiefe der Regelung ein ernsthaftes Engagement mit Gebührenbedenken zeigt, sagte aber, mehr Aufmerksamkeit für aktuelle Bewertungs- und Liquiditätsprobleme hätte geholfen.
Rechtsanalysten mahnen zur Vorsicht bei den Erwartungen.
Mayer Brown-Partnerin Erin Cho merkte an, dass die Regelung keine Schleusen für Krypto oder Private Equity in Altersvorsorgekonten öffnen würde. Sie würde nur einen Prozess etablieren, um sie in Betracht zu ziehen.
Der Kryptomarkt beobachtet genau. Analysten weisen darauf hin, dass selbst eine 1%ige Allokation von 401(k)-Vermögen etwa 77 Milliarden US-Dollar entsprechen würde, die in digitale Vermögenswerte fließen.
Diese Zahl übertrifft die gesamten Bitcoin-ETF-Zuflüsse während ihres gesamten ersten Handelsjahres.
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Das potenzielle Ausmaß ist bedeutend, obwohl die Regelung zunächst ihre Kommentierungsphase überstehen und politische und rechtliche Prüfung bestehen muss, bevor sie in Kraft tritt.
Finanzminister Scott Bessent beschrieb den Vorschlag als einen ersten Schritt und betonte, dass die Regierung während des gesamten Prozesses weiterhin auf den Schutz von Altersvorsorgeguthaben fokussiert bleibt.
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